Wie Russlands Landwirtschaftsministerin Jelena Skrynnik nach einer Sitzung des Regierungspräsidiums in Moskau bekannt gegeben hat, sollen im Frühjahr 2010 am russischen Milchmarkt erstmals Interventionen vorgenommen werden. Das Gremium hatte sich mit Entwicklungen an diesem Markt befasst und eine Erweiterung der von Interventionen zu erfassenden Produktpalette beschlossen. Dazu gehören neben der bislang vorgesehenen Trockenmilch auch H-Milch sowie Butter und Hartkäse. Ministerpräsident Wladimir Putin hat das Landwirtschaftsministerium beauftragt, bis Anfang Dezember 2009 „Spielregeln" für den bevorstehenden Markteingriff auszuarbeiten. Damit solle der Verfall der Ankaufpreise für Rohmilch verhindert sowie unbegründete Steigerungen der Verbraucherpreise für Molkereierzeugnisse vermieden werden, wird Putin zitiert. Insgesamt dürften im Rahmen der ersten Intervention nach Angaben von Skrynnik Produkte in einem Äquivalent von rund 300.000 t Milch angekauft werden. Diese werde mit einem Kredit der staatlichen Landwirtschaftsbank in Höhe von 64,1 Mio. € finanziert. Allein für die Lagerung der angekauften Ware sind laut Skrynnik 6,9 Mio. € erforderlich.