Die Breisgaumilch unterstützt die Milchererzeuger, die sie
zur Zeit nicht beliefern. Der Aufsichtsrat beschloss lt. Badische Zeitung einstimmig,
Landwirten, die keine Milch liefern, mit der Auszahlung des Milchgeldes für
September einen Vorschuss von zehn Cent je Liter Milch zu geben. Der Vorschuss
soll in den kommenden Monaten vom Milchgeld einbehalten werden. Die Molkerei
verlangt dafür ein Ende der
Blockadeaktionen. Am Montag hatten Landwirte die Milchanlieferung mehrere
Stunden verhindert.
Außerdem hat der Breisgaumilch-Aufsichtsrat beschlossen,
nicht das gesamte Milchgeld an die weiter liefernden Landwirte auszuzahlen. Es
werden vier Cent pro Liter einbehalten. Das gilt vom Beginn des Lieferboykotts
am 12. September bis höchstens zum 30. September. Bringt der Lieferboykott
keine Erhöhung des Milchpreises im Oktober und November, bekommen die
liefernden Betriebe das Geld zurück. Steigt der Auszahlungspreis um drei Cent
im Vergleich zum August, wird das Geld an alle Milcherzeuger verteilt. Aktuell
zahlt die Breisgaumilch 24,75 Cent aus, der Lieferausfall durch den Boykott
wird lt. Lokalmedien auf 25 % geschätzt.