Die im Unternehmen Milch e.V. zusammengeschlossenen Milcherzeuger
begrüßen die Ergebnisse der Länderagrarministerkonferenz. Der Versuch einer
Minderheit unter den Milchbauern (BDM) mit radikalen Methoden, milchpolitische
Alleingänge zu erzwingen, sei
gescheitert. „Die Minister haben die
Mehrheit der Milcherzeuger fest im Blick behalten und sich gegen nationale
Alleingänge ausgesprochen", so Fritz Jäger, Vorstandsvorsitzender von
Unternehmen Milch. Die heutigen Beschlüsse verschafften aktiven Milcherzeugern Planungssicherheit
auf dem Weg zum Milchquotenausstieg. Eine
gute Nachricht sei ferner, dass sich die Minister endlich mit dem Problem der
Rückforderung von Fördermitteln bei
Betriebseinstellung beschäftigen.
75% der deutschen Milcherzeuger haben ein klares Votum
abgeben: sie sind dem BDM nicht beigetreten, so Unternehmen Milch, weil sie
dessen Ziele und Methoden ablehnen. Insbesondere der neuerlich Milchstreik
findet wenig Anhänger. Die Beteiligung der Milcherbauern am Milchstreik
verläuft regional unterschiedlich, aber deutschlandweit werden lediglich 1 %
weniger Milch angeliefert.
Die Deutschen Milcherzeuger lehnen insbesondere Aktionen ab,
in denen Milch mit Güllefässern auf
Straßen und Feldern ausgebracht wird. „Die demonstrative Vernichtung von
Lebensmitteln ist durch Nichts zu rechtfertigen," betont Jäger. Zwar sei die wirtschaftliche
Lage der Milcherzeuger sehr schwierig, aber mit solchen destruktiven Aktionen werde
dem Ansehen des Berufsstandes und dem Image der Milch massiv geschadet.