Eine neue „Attacke" gegen die Lebensmittelwirtschaft kritisiert laut dem Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) angebliche Mängel in der Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln. Die Verbraucherzentrale Hamburg lege mit ihrer aktuellen Untersuchung den Sachverhalt sowohl in rechtlicher als auch sachlicher Hinsicht bewusst falsch aus. Sie messe ihre Ergebnisse nicht am geltenden Recht zur Nährwertdeklaration, sondern erhebe ihre eigene Ansicht zum Maß der Dinge. Es werde der Eindruck erweckt, dass die Lebensmittelwirtschaft ihren Pflichten nicht nachkommt. Der BLL erklärt dazu: „Die deutsche Lebensmittelwirtschaft deklariert ihre Produkte ordnungsgemäß und umfangreich! Angaben zu Nährwerten auf Lebensmitteln werden bereits heute zu mehr als 80 Prozent gemacht – und dies obwohl bislang keine rechtliche Verpflichtung zu einer generellen Nährwertinformation besteht." Die eigene Auswertung der Verbraucherzentrale belege schließlich: 85 Prozent der Produkte tragen eine Nährwertkennzeichnung, Kekse oder Eis beispielsweise sogar zu 89 Prozent, Müsliriegel zu 94 Prozent und Pizza zu 100 Prozent. In den vergangenen Jahren sind Hersteller zunehmend freiwillig dazu übergegangen, ihre Lebensmittel mit Angaben zu Nährwertgehalten zu versehen.