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Kaufkraft unnötig gebunden

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) will mit dem Zwangspfand auch auf in Einwegflaschen vertriebene Mopro Verpackungsabfälle reduzieren und Ressourcen für das Recycling gewinnen. Nach Angaben des BMU wurden 2020 10% der abverkauften 5 Milliarden Liter an Milchprodukten in Kunststoffflaschen angeboten. Durch die erweiterte Pfandpflicht sind 455 Millionen Liter an Milcherzeugnissen bezogen auf das Jahr 2020 betroffen. Nach Angaben des Milchindustrie-Verbands (MIV) entspricht das rund einer Milliarde Plastikflaschen für Milcherzeugnisse. Der Pfandbetrag gehe zwar an die Verbraucher zurück, „bindet aber Kaufkraft und verteuert zunächst das Produkt“, kritisiert MIV-Hauptgeschäftsführer Eckhard Heuser. Der MIV sei „kein Freund vom Pfand“.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) verweist auf „viele Schwierigkeiten“ durch die Ausweitung der Pfandpflicht. HDE-Geschäftsführerin für Nachhaltigkeit Antje Gerstein befürchtet Geruchs- und Hygieneprobleme an den Pfandautomaten sowie negative Auswirkungen auf die Qualität des Rezyklats für die Wiederverwendung.

Die Deutsche Umwelthilfe fordert dagegen die Einbeziehung von Getränkekartons in die Bepfandung. So könnten jährlich rund 2,3 Milliarden Getränkekartons den Weg ins Recycling finden, die bislang verbrannt werden.

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