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Drohendes Rohstoffdefizit

Das International Farm Comparison Network IFCN prognostiziert bis 2030 ein weltweites Defizit an Milch in Höhe von 6 Mio. t. Diese Erwartung basiert auf der Annahme, dass die weltweite Milcherzeugung um 21,5% oder 126 Mio. t steigen wird, während die weltweite Nachfrage aufgrund einer wachsenden Mittelschicht in den Entwicklungsländern um 22% oder 140 Mio. t zulegen wird. Diese Zahlen wurden soeben auf dem 4. IFCN Dairy Forum genannt, einer online-Konferenz mit über 600 Teilnehmern aus 80 Ländern.

Für die betroffenen Länder bedeutet dies, dass sie mehr Milch produzieren und insgesamt einen höheren Selbstversorgungsgrad anstreben müssen.

Im Jahr 2022 stieg der weltweite durchschnittliche Milchpreis um 18,5% auf ein Allzeithoch von 63,3 US-Cent. Da in der Folge die Produktpreise ebenfalls angehoben wurden, ergab sich erstmals ein Rückgang des Pro-Kopf-Verbrauchs an Milch von 0,2%, der v.a. von sinkender Nachfrage in den Industrieländern ausgelöst wurde.

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