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CO2-Quoten für Milcherzeuger

Milchviehbetriebe sollten eine bestimmte Menge an Treibhausgasemissionszertifikaten zugewiesen bekommen und diese dann Jahr für Jahr schrittweise reduzieren. Dies ist einer der Gedankengänge von Forschern der Universität Wageningen und des irischen Forschungsinstituts Teagasc in einem Bericht für das Europäische Parlament. Es handelt sich dabei um eine Empfehlung, die in einem Forschungsbericht über die Entwicklung des europäischen Milchsektors nach Abschaffung der Milchquote erwogen wird. Die Idee ist, einen Markt für Emissionsrechte zu schaffen. Theoretisch würde die Bepreisung von Treibhausgasemissionen die Milchbauern dazu bewegen, die Emissionen in ihren Betrieben zu reduzieren. Dabei sollte es finanziell attraktiver sein, Maßnahmen zu ergreifen, als neue Emissionsrechte zu kaufen.

Derzeit hat es keine Auswirkungen, wenn einzelne Milchviehbetriebe mehr oder weniger Treibhausgase ausstoßen. Es gibt auch nur wenige, wenn überhaupt, individuelle Anreize für Milchviehhalter, Emissionen in ihren Betrieben zu reduzieren. Vor allem dann nicht, wenn die Verringerung dieser Emissionen mit Kosten verbunden ist, die durch technische Maßnahmen oder eine Verringerung der Milchproduktion entstehen. Die Forscher sprechen auch von einem Trittbrettfahrerproblem. Die Verringerung der Emissionen eines Milchviehbetriebs wird auf den gesamten Sektor verteilt, anstatt dem Betrieb zu nutzen, der die Anstrengungen unternommen hat.

Obwohl der vorgeschlagene Ansatz auf den ersten Blick viele Ähnlichkeiten mit dem früheren Milchquotensystem aufweist, gibt es laut den Forschern wichtige Unterschiede. So sei die Milchproduktion von den Milchverarbeitern relativ einfach zu erfassen. Die Messung der Treibhausgase in den einzelnen Milchviehbetrieben ist viel schwieriger. Dazu wäre eine genaue und kontinuierliche Schätzung der vom Milchviehbetrieb erzeugten Treibhausgasemissionen erforderlich. Dies ist nicht einfach und kann in großem Maßstab kostspielig sein. Eine Möglichkeit besteht darin, mit festen Werten zu rechnen, z.B. auf der Grundlage der Anzahl der Kühe in einem Betrieb oder der Menge des verwendeten Düngers.

 

Foto: Microsoft Bing

 

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