Lactalis hat eine Schadensersatzklage in Höhe von 1,07 Milliarden Euro gegen den Labordienstleister Eurofins eingereicht. Laut Lactalis habe das Labor fälschlicherweise festgestellt, dass Salmonellen in Lactalis-Babymilchpulver enthalten waren, was 2017 zu einem kostspieligen Skandal um diese Produkte führte. “Zwei Tochtergesellschaften von Eurofins sind für Schäden haftbar, weil sie es versäumt haben, die Kontamination von Produkten mit Salmonellen zu erkennen”, heißt es in der von Lactalis beim Handelsgericht in Paris eingereichten Klage. Lactalis und Eurofins wollten sich nicht äußern.
Emmanuel Besnier, Vorstandsvorsitzender des Molkereiunternehmens, äußerte bereits 2018 ernsthafte Zweifel an der Zuverlässigkeit der Tests, die dem Skandal zugrunde liegen. “Wir haben nie verstanden, wie 16.000 Analysen, die im Jahr 2017 durchgeführt wurden, nie ein Problem aufzeigen konnten”, sagte er.
Wegen der angeblichen Verunreinigung musste Lactalis 2017 weltweit große Mengen an im Werk Craon hergestelltem Babymilchpulver aus dem Markt zurückrufen.