Die niederländischen Gewerkschaften CNV und FNV Food Industry drohen Ausnutria mit Maßnahmen, sollte das Unternehmen nicht bald einen besseren Sozialplan für die von einer angekündigten Umstrukturierung betroffenen Mitarbeiter vorlegen. Ausnutria will sich aufgrund enttäuschender Ergebnisse umstrukturieren. Davon sind zunächst 60 Personen im Werk Leeuwarden betroffen. Das Unternehmen will dort weniger produzieren, so dass weniger Arbeitnehmer benötigt werden.
Die Gewerkschaften halten nächste Woche eine Mitgliederversammlung ab, um eine Arbeitsniederlegung vorzubereiten, falls Ausnutria kein besseres Angebot vorlegt. Größter Stolperstein bei den Sozialplanverhandlungen zwischen Ausnutria und den Gewerkschaften sind die Abfindungen. Das Unternehmen bietet 0,6 Monatsgehälter pro Dienstjahr, die Gewerkschaften wollen mindestens 1,0 Monatsgehälter pro Dienstjahr für die Beschäftigten vereinbaren.
Ausnutria stellt Baby- und Kleinkindnahrung her, die hauptsächlich in China verkauft wird. Das Unternehmen hat Werke in Leeuwarden, Heerenveen, Ommen, Zwolle und Kampen. Das Unternehmen arbeitet derzeit an einem strategischen Plan für die nächsten fünf Jahre. Da das Unternehmen einen Sozialplan mit einer Laufzeit bis zum 1. März 2025 anstrebt, befürchten die Gewerkschaften, dass in der Zeit danach auch die Beschäftigten in anderen Unternehmensteilen die Auswirkungen der Umstrukturierung zu spüren bekommen werden. Ausnutria beschäftigt in den Niederlanden 900 Mitarbeiter.