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Stabile Marktsituation zum Jahresanfang

Im Foto von links: Hans Holtorf, Dr. Karl-Heinz Engel,
Eckhard Heuser (Foto: mi)

 

 

Eine stabile Marktsituation zum Jahreswechsel und für das
erste Halbjahr 2013 – so sieht der Vorsitzende des Milchindustrie-Verbandes
(MIV), Dr. Karl-Heinz Engel, die aktuelle Situation. Engel berichtete auf einer
Pressekonferenz im Rahmen des Milchpolitischen Frühschoppens des MIV in Berlin
am 22. Januar, von einer weltweit guten Nachfrage. Hinzu kommen geringe
Lagerbestände in der EU wie auch weltweit und seit Mitte 2012 auch das
Zurückbleiben der Anlieferung unter dem jeweiligen Vorjahresniveau – womit die
Rohstoffsituation anhaltend knapp bleiben wird. Zwar wurden im vergangenen Jahr
in Deutschland erstmals mehr als 30 Mio. t Milchverarbeitet, der Anstieg war
aber allein auf die Anlieferung im ersten Halbjahr 2012 zurückzuführen.

Motor der deutschen Milchverarbeitung 2012 war erneut die
Käseproduktion. Aus dem überwiegenden Anteil der deutschen Milch werden
inzwischen rund 2,4 Mio. t Käse hergestellt. Erfreulich war dabei, dass sowohl
in Deutschland der Verbrauch von Käse erneut auf 23,5 kg je Kopf gesteigert
werden konnte als auch der Export von Käse in 2012 wieder ein Eckpfeiler des
Außenhandels war und mit rund 1,1 Mio. Tonnen einen neuen Rekord aufgestellt
hat. „Käse made in Germany“ genießt weltweit einen ausgezeichneten Ruf“, so
Engel. Allerdings bereite der Export nach Russland weiterhin Probleme. 20
Käsereibetriebe sind im Moment für Ausfuhren nach Russland gesperrt. Würden sie
wieder liefern können, läge der Export um 5-8% höher als aktuell, erklärte
MIV-Hauptgeschäftsführer Eckhard Heuser.

Nach einem durchschnittlichen Milchpreis von rd. 32,5 Cent
(natürl. Inhaltsstoffe, ohne MwSt.) stehen die Zeichen für 2013 eindeutig auf
höherem LEH, die vor dem 1. Mai laufen werden.

Eingehend auf den sog. Dantin-Bericht des Europaparlaments,
über den noch in dieser Woche die Abstimmung erfolgen wird, führte Heuser aus,
dass der MIV keineswegs eine Bestrafung wachstumswilliger Erzeugerbetriebe,
auch nicht in Krisenzeiten, befürwortet. Da der Dantin-Bericht im weiteren
Verlauf unter anderem noch im Rat diskutiert wird, bestehe keine Gefahr, dass
eine neue Quote durch die Hintertür eingeführt wird. Hans Holtorf,
MIV-Vorstandsmitglied, erteilte in diesem Zusammenhang auch einer
privatwirtschaftlichen Mengensteuerung eine Absage. Allerdings müsse man von
den Erzeugern eine unverbindliche und repräsentative Auskunft einholen,
inwieweit sie ihre Produktion steigern werden – wobei eine Abnahmegarantie
natürlich weiter gelten wird.

Den deutschen Gesetzgeber forderte Heuser auf, die Rahmenverordnung
für die Umsetzung der EU Lebensmittelinformationsverordnung endlich zu
verabschieden. Zumindest sollten eiligst Entwürfe vorgelegt werden, damit die
Branche erfährt, wo es hingehen soll.

 

 

 


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