Der DBV arbeitet an einem „Milchpolitischen
Forderungskatalog“, der den Politikern aller Parteien dazu diene, erfolgreiche
Milchpolitik für die deutschen Milchbauern machen zu können. Wie DBV-Vizepräsident
Udo Folgart auf dem DBV-Milchforum in Berlin ausführte, verdeutliche der Milchpolitische
Forderungskatalog, dass Deutschland das größte Milcherzeugungsland in der
Europäischen Union sei und die EU selbst größter Milcherzeuger weltweit ist. Um
diese Position zu festigen, sei die Markt- und Wettbewerbsorientierung der
Milchwirtschaft unverzichtbar, mahnte Folgart. Auch müssten die Chancen einer
stärkeren Exportorientierung weiter aktiv genutzt werden. Im Milchpolitischen Forderungskatalog heißt es weiter, dass
die deutsche und europäische Politik aufgefordert sei, „die starke Stellung der
deutschen Milchwirtschaft nicht durch wettbewerbsverzerrende Regulierung und
einseitige Produktionskosten steigernde Vorgaben zu gefährden. Vielmehr soll
die Politik ermutigende politische Signale für eine unternehmerische und
nachhaltige Milchwirtschaft in Deutschland setzen“. Die heimischen Märkte müsse
die deutsche Milchwirtschaft weiterhin voll im Blick haben und nutzen. Überdies
würden laut DBV-Forderungskatalog auch die Exportmärkte immer größere Bedeutung
gewinnen, wie der Milchpräsident betonte. Hier müsse ein verbesserter
Marktzugang den Markteintritt in Länder außerhalb des EU-Binnenmarktes
erleichtern.