• Das elfte FMCG-Ranking der internationalen Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants ertet Kapitalmarktinformationen der weltweit führenden Konsumgüterhersteller aus
• Die 50 umsatzstärksten FMCG-Unternehmen haben 2011 der Krise getrotzt und konnten um 8,1 Prozent (2010: 7,9 Prozent) wachsen
• Wie in den vergangenen Jahren führt Nestlé das Ranking an, vor Procter & Gamble und PepsiCo
Die etablierten Player stehen aber zunehmend Wettbewerb aus den Schwellenländern. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „FMCG 2011" der internationalen Strategieberatung OC&C Strategy Consultants.
Für die Studie haben die Branchenexperten im elften Jahr in Folge alle wesentlichen Kapitalmarktinformationen der weltweit führenden Konsumgüterhersteller analysiert. Nachdem die Top 50-Konzerne 2010 ein Wachstum von 7,9 Prozent verzeichneten, konnten sie sich 2011 nochmals verbessern und erzielten ein Umsatzplus von 8,1 Prozent. Die Gewinne sind ebenfalls gestiegen, auch wenn die Profitmarge wegen hoher Rohstoffpreise nicht zu halten war und um 0,2 Prozent auf 15,8 Prozent gesunken ist.
„Die Konsumgüter-Champions sind bislang gut durch die Krise gekommen. Allerdings ist abzusehen, dass sich das vergleichsweise starke Wachstum nicht unbegrenzt fortsetzen wird. Haupttreiber des Wachstums bleiben nach wie vor die Schwellenländer, während in den gesättigten Märkten die Entwicklung innovativer Produkte und die Bedienung neuer Trends im Vordergrund stehen", kommentiert Chehab Wahby, International Managing Partner bei OC&C Strategy Consultants und Co-Autor, die Ergebnisse der Studie.
In den letzten Jahren mussten viele Platzhirsche Unternehmen aus Schwellenländern wie Brasilien (JBS [7], Brasil Foods [23] und Marfrig Group [32]) oder Mexiko (Grupo Bimbo [40]) weichen. Das diesjährige Ranking verlassen neben Beiersdorf auch Sara Lee, GSK, Campbell und Reynolds America Inc. Besonders erfolgreich und bis in die Top 10 vorgedrungen sind hingegen die brasilianische JBS, der bereits 2010 ein großer Sprung nach vorn gelang, sowie das amerikanische Unternehmen Tyson Foods, das sich um 15 Plätze verbesserte.
Emerging Markets hart umkämpft
„Trotz der bereits getätigten Akquisitionen konnten die FMCG-Champions in vielen der neuen Märkte keinen Boden gegenüber den lokalen Anbietern gutmachen. Um hier den Anschluss nicht zu
verpassen, müssen die etablierten Spieler ihr Wachstum in den BRIC-Staaten und Afrika noch aggressiver als bislang vorantreiben", erklärt Dr. Ludwig Voll, Mitautor der Studie. Trotz ansehnlicher Wachstumsraten in den BRIC-Staaten – 13,5 Prozent jährlich in den letzten fünf Jahren, davon sogar 11,6 Prozent organisch – kommen sie nur schwer voran. 17 Prozent Marktanteil in China sowie 33 Prozent in Brasilien und Indien bedeuten jeweils einen Prozentpunkt Verlust gegenüber dem Vorjahr, vornehmlich an den jeweiligen lokalen Champion. Nur in Russland halfen zwei große Käufe in der Milchindustrie, den Anteil der Top 50 von vormals 25 Prozent auf 29 Prozent zu erhöhen.
Die zehn umsatzstärksten FMCG-Unternehmen des aktuellen OC&C-Rankings
1. Nestlé AG (Schweiz) 106,9 Mrd. USD
2. Procter & Gamble (USA) 82,6 Mrd. USD
3. PepsiCo (USA) 66,5 Mrd. USD
4. Unilever (UK/Niederlande) 64,7 Mrd. USD
5. Kraft Foods (USA) 54,4 Mrd. USD
6. Coca-Cola Company (USA) 46,5 Mrd. USD
7. AB InBev (Belgien) 39,0 Mrd. USD
8. JBS (Brasilien) 35,2 Mrd. USD
9. Archer Daniels Midland (USA) 32,7 Mrd. USD
10. Tyson Foods (USA) 31,2 Mrd. USD
Download der Analyse "Trends und Strategien im Konsumgütermarkt 2011" aus der Annual OC&C-Study per Klick auf das obige Bild.