In die Diskussion um den mit Listerien kontaminierten, von Prolactal im steirischen Werk Hartberg hergestellten Sauermilchkäse hat sich nun auch das Land eingeschaltet. Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski erklärte, dass in den "Hartberger Bauernquargel"-Sortenkein Tropfen steirische Milch verarbeitet wurde. Tatsächlich hat das Unternehmen deutschen Sauermilchquark bezogen. Wörtlich: "Wir wehren uns massiv gegen die Pauschalverurteilungen von steirischem Käse, der ausschließlich aus heimischer Milch unter strengster Hygiene hergestellt wird."
Diese und andere offiziellen Äußerungen erfolgen aus Furcht um Absatzverlust für österreichischen Käse insgesamt. Wendelin Juen, Geschäftsführervon Agrarmarketing Tirol, schließt nicht aus, dass auch Käsereien in Tirol Rückgänge haben werden, obwohl sie die höchsten Standards erfüllen. Das hätten andere Lebensmittelskandale, wie etwa die BSE-Krise gezeigt.
Lesen Sie dazu auch Hintergrund- und Basisinformationen in diesem Artikel von Cinthia Briseño in Spiegel Online, Rubrik Wissenschaft.