Bild von links: Susanne und Heinfried Emden, Biohof Emden; Sven Lorenz, Vorsitzender der MEG; Prof. Dr. Andreas Gattinger und Dr. Deise Knob, Justus-Liebig Universität Gießen; Lisa Fröhlich, Klimaberatungsteam LLH und Tobias Kleinsorge, Geschäftsführer Upländer Bauernmolkerei.
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Quelle: Upländer Bauern Molkerei

Vorbildlich

ClieNFarms steht für Climate Neutral Farms. Entlang von 20 landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten in 16 europäischen Ländern werden damit Klimaschutzmaßnahmen dokumentiert, bewertet und optimiert. Auf den Milchhöfen sollen damit z. B. neue Wege zur Reduzierung von Treibhausgasen und zur Kohlenstoffbindung erprobt werden. In Deutschland arbeiten für den Bereich ökologische Milchviehhaltung die Justus-Liebig-Universität Gießen mit dem Lehr- und Versuchsbetrieb Gladbacher Hof, die Upländer Bauernmolkerei (UBM) sowie der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) in enger Partnerschaft zusammen. Die UpländerBauernmolkerei wird bekanntlich seit 1996 von Bio-Bauern in eigener Regie geführt.

Im ClieNFarms-Projekt hat das Forscherteam die elf Upländer Lieferbetriebe in die beiden Gruppen Low-Input (ohne Maissilage und Kraftfutter) und High-Input (mit Maissilage und Kraftfutter) unterteilt. Die High-Input-Betriebe erreichen eine durchschnittliche Milchproduktion von 9000 Litern pro Kuh und Jahr, während die Low-Input-Betriebe eine durchschnittlich Jahresmilchleistung von 6100 Liter Milch pro Kuh aufweisen. „Bei der Berechnung pro Kilogramm Milch lag der Durchschnitt der Betriebe bei 1.06 kg CO2 Äquivalent (CO2e). Die High-Input Betriebe kamen im Schnitt auf einen Wert von 0.93, die Low-Input-Höfe auf 1.23 “, erläuterte Projektleiterin Dr. Deise Knob.  Trotz einer deutlich niedrigeren Jahresmilchleistung von durchschnittlich 2000 Litern liegen die Öko-Milchviehbetriebe damit immer noch im Mittelfeld aller milcherzeugenden Betriebe von 1 bis 1,3 Kilogramm CO2 Äquivalent pro Kilogramm Milch. Mit den Klimabilanzen könne die Molkerei belegen, dass auf den Weidemilch-Biohöfen im Schnitt wesentlich weniger Treibhausemissionen pro Hektar entstehen als im konventionellen Durchschnitt.

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