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Quelle: GEA

Schlüsselfertigprojekt in Wasserburg

 

Am 16. Juli 2026 hat die Privatmolkerei Bauer in Wasserburg am Inn ihre neue Produktionsanlage mit Innovationszentrum eingeweiht Der Technologiekonzern GEA hat für Bauer die komplette Prozesstechnik zur Herstellung einer pflanzlichen Basis geliefert und realisiert – vom Rohstoffeingang bis zum fertigen Konzentrat, das Bauer künftig als Grundlage für seine pflanzlichen Produkte einsetzt. Die reguläre Produktion startet im August 2026.

Für GEA ist es das erste Projekt dieses Umfangs: Der Konzern hat den gesamten Weg von der Idee über die Verfahrensentwicklung bis zur betriebsbereiten Anlage aus einer Hand begleitet. Bauer stellt pflanzliche Joghurtalternativen bereits seit Längerem her, bezog die dafür nötige Sojabase bislang aber extern. Mit der neuen Anlage übernimmt die Molkerei diesen vorgelagerten Produktionsschritt künftig selbst.

Vom Silo bis zum Konzentrat

GEA verantwortete sämtliche Prozessschritte: Annahme und Lagerung der rohen Sojabohnen, Misch- und Mahltechnik, Feststoffabtrennung über Dekanter, thermische Inaktivierung mittels einer Erhitzungsanlage, Tanklager, Wasseraufbereitung sowie die zugehörigen CIP-Reinigungssysteme. Am Ende der Linie steht ein pflanzliches Konzentrat, das Bauer in den bestehenden Anlagen zu Joghurtalternativen weiterverarbeitet. GEA begleitete das Projekt zudem von den ersten Machbarkeitstests an und unterstützte auch bei der Gebäudeplanung – möglich machte das ein langjähriges Vertrauensverhältnis zwischen beiden Unternehmen.

Die schnelle Projektumsetzung konnte nur gelingen, weil GEA die Schnittstellen im Projekt minimierte: GEA trat als Generalunternehmer auf und bündelte mehrere Kompetenzteams, unter anderem die Milchverarbeitungsexperten aus München sowie aus den Prozess-Testzentren in Ahaus und Oelde, unter einer Projektverantwortung. Bauer beauftragte GEA im Mai 2025, im Januar 2026 begann die Montage, und im August 2026 folgt bereits die erste Charge. Die ersten Verfahrenskonzepte und Leistungsdaten erarbeitete und sicherte GEA zuvor in genau diesen Testzentren ab – nach demselben Prinzip, das der Konzern bereits bei vergleichbaren Projekten für Molkereien und Getränkehersteller in Europa und Übersee angewendet hat.

„Projekte wie dieses zeigen, warum wir Plant-Based als strategisches Wachstumsfeld für GEA verstehen“, sagt GEA-Projektleiter Michael Klamt. „Dass wir Bauer von der ersten Machbarkeitsstudie bis zur betriebsbereiten Anlage aus einer Hand begleiten konnten, war die Voraussetzung dafür, einen so ambitionierten Zeitplan zuverlässig zu halten – und ein Beleg dafür, dass sich unsere Investitionen in die Testzentren in Ahaus und Oelde auszahlen.“

Auf Bauer-Seite fällt die erste Bilanz nach eigener Aussage positiv aus. „Weil GEA Versuche, Prozessauslegung, Engineering und Umsetzung aus einer Hand zusammengeführt hat, ließ sich unser Projekt auf der Überholspur realisieren“, sagt Sebastian Bodmeier, Technische Projektleitung bei der Privatmolkerei Bauer. „Wir hatten einen Ansprechpartner für die komplette Prozesskette – das hat uns in jeder Projektphase Zeit gespart, ohne dass wir bei der Qualität Kompromisse eingehen mussten.“

Ein wachsendes Feld für GEA 

Das Projekt für Bauer reiht sich in eine über viele Jahre gewachsene Projekterfahrung von GEA im Plant-Based-Bereich ein. Der Technologiekonzern liefert seit Langem Prozesslösungen für die Gewinnung von Basen aus Hafer, Reis, Soja und weiteren pflanzlichen Rohstoffen – für Molkereien ebenso wie für spezialisierte Start-ups, in Deutschland wie international. Der Auftrag von Bauer zeigt, dass dieses Know-how nun auch etablierte deutsche Molkereien nutzen, um eigene pflanzliche Wertschöpfung aufzubauen, statt auf zugekaufte Basiszutaten zurückzugreifen.

Dass dahinter mehr steckt als ein neuer Produktionsschritt, zeigte sich schon vor der offiziellen Einweihung: Auf dem OMR-Festival Anfang Mai 2026 in Hamburg ließ Bauer ein breites Publikum erstmals „Bauer KFYR Pflanzlich“ probieren, einen pflanzenbasierten Kefir-Drink. Den Prozess entwickelten und validierten GEA-Teams aus den Testzentren Ahaus und Oelde mit. Nun schafft Bauer mit der Anlage und dem Innovationszentrum in Wasserburg die Grundlage, um solche Produkte künftig selbst voranzutreiben. Damit war schon Monate vor der Einweihung ein marktfähiges Produkt verfügbar.

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