EU Flag Pixabay
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Quelle: VMB

Rückstand zum Vorjahr verstärkt sich

Vom Amt für Statistik der Europäischen Union wurden die Milcherzeugungsmengen der 27 EU-Staaten veröffentlicht. Das Vereinigte Königreich (United Kingdom) wird in der Auswertung extra aufgeführt. Die Daten werden bei Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB) publiziert. Das Milchaufkommen in der EU-27 hatte im Februar eine gedämpfte Entwicklung eingenommen. Nach einem moderaten Rückgang im Januar (-0,3 %) verstärkte sich im zweiten Monat dieses Jahres der Rückstand auf 1,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat (schalttagsbereinigt). Dabei verfehlte vor allem die Milcherzeugung in den bedeutenden Milcherzeugernationen das Vorjahresniveau.  Für Deutschland wurde für die ersten beiden Monate – kumuliert – eine um 2,6 % geringere Milchanlieferung ausgewiesen und verzeichnete somit den stärksten Einbruch unter den Top-Fünf der EU-Milcherzeuger. Die französische Milchanlieferung reduzierte sich von Januar bis Februar um 2,4 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (schalttagsbereinigt). In Italien wurde im gleichen Zeitraum 2,2 % weniger Milch erfasst und in den Niederlanden unterschritt das Milchaufkommen um 2,1 % das Vorjahresergebnis.
Die expansive Milcherzeugung in Polen verlor im Februar erstmals an Dynamik und reichte nicht an das Vorjahresniveau heran. Der Vorsprung aus dem Januar (+3,0 %) schmolz im Februar auf ein Plus von 2,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Über den Milcherzeugungsniveau des Vorjahres bewegte sich in den ersten beiden Monaten auch die Anlieferung in Irland, es wurde ein leichtes Plus von 0,4 % ausgewiesen.
In den kommenden Monaten dürfte das EU-weite Milchaufkommen von den zuletzt geringeren  Milchkuhbeständen, vor allem jedoch von der Entwicklung der Blauzungenkrankheit und deren Langzeitfolgen beeinflusst werden. Zudem kam die Entwicklung um das Geschehen der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Ungarn und er Slowakei im April bisher nicht zur Ruhe und stellt ein großes Risiko für die Veredelungsbetriebe in der EU dar.

 

Abb.: Pixabay

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