Seit Februar dieses Jahres gilt in der Schweiz ein Richtpreis für A-Milch von 78 Rappen. Laut der Branchenorganisation Milch (BOM) soll der Preis noch bis Ende Dezember 2026 auf dieser Höhe fixiert bleiben.
Seit dieser Entscheidung ist jedoch einiges passiert. Hitze und Infektionen mit dem Orthobunya-Virus führen auf zahlreichen Betrieben zu Leistungseinbrüchen. Das Raufutter wird knapper und teurer, während sich eine Hitzewelle an die andere reiht. Gleichzeitig steigen die Preise für Energie und Hilfsstoffe. Der Berner SVP-Nationalrat Hans Jörg Rüegsegger fordert die Branchenorganisation auf, den Richtpreis kurzfristig zu erhöhen. Laut Rüegsegger sind die gelieferten Milchmengen im Juli offiziell noch nicht bekannt, aber Industriemilch sei gesucht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Milchmenge ab Herbst deutlich unter dem Vorjahr liegen wird, sei sehr hoch.