Markt
Quelle: MEG Milch Board

Preise müssen am Markt verhandelt werden

Die wirtschaftliche Situation der Milchviehbetriebe bleibt lt. MEG Milch Board weiterhin äußerst angespannt. Während die Milcherzeugungskosten nach einem deutlichen Rückgang zwischen Januar und April um 0,54 Cent je Kilogramm Milch gestiegen sind, sanken die Milchauszahlungspreise im gleichen Zeitraum erneut um 1,14 Cent. Damit bleiben die Erzeugungskosten weiterhin zu rund 28 Prozent ungedeckt, so der Verband.

„Das ist mehr als problematisch“, betont Vorsitzender Frank Lenz. „Gerade vor dem Hintergrund, dass die Europäische Union die Tierhaltung wieder stärken und die Versorgungssicherheit langfristig sichern möchte. Wer mehr Versorgungssicherheit fordert, muss den landwirtschaftlichen Betrieben endlich ermöglichen, gewinnbringend zu wirtschaften.“

MEG Milch Board fordert bei der Umsetzung des Art. 148 GMO, dass sämtliche Molkereien – auch Genossenschaften – verpflichtet werden, schriftliche Verträge mit zuvor ausgehandelten Preisen abzuschließen. Das Milch Board sieht darin einen längst überfälligen Schritt hin zu einer funktionierenden Sozialen Marktwirtschaft im Milchsektor. „Wir brauchen endlich einen Markt, in dem Preise verhandelt und nicht diktiert werden. Nur so können bäuerliche Familienbetriebe wirtschaftlich bestehen, investieren und die Versorgung mit hochwertigen Milchprodukten auch künftig sichern“, so Lenz.

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