Soeben wurde in Kobenz im Murtal über die Eingliederung der Milchsparte der Obersteirischen Molkerei in die Berglandmilch abgestimmt. 92 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich dafür aus.
Es ging um eine Richtungsentscheidung für die 2.800 Mitglieder der Obersteirischen Molkerei und die 1.200 steirischen Bauern, die die OM mit Milch beliefern. Dementsprechend groß war das Interesse. Die Zechnerhalle, eine der größten Veranstaltungslocations in der Region, war voll, ebenso wie die Parkplätze rund um das Gelände.
Von 791 Stimmberechtigten stimmten 714 für die Fusion. 60 Stimmen gab es dagegen. Somit dürfte der Eingliederung der OM in die Berglandmilch nichts mehr im Weg stehen. Nur die Wettbewerbsbehörde muss der Fusion noch zustimmen.
Die Berglandmilch ist österreichischer Marktführer und verarbeitet mit Marken wie Schärdinger, Latella und Jogurella 1,3 Milliarden Kilogramm Milch pro Jahr. Unter ihrem Dach befindet sich bereits auch eine steirische Marke: Stainzer-Milch wurde 2011 in die Berglandmilch eingegliedert. Mit 664 Mitarbeitern und knapp 400 Millionen Umsatz gehört die OM im Murtal zu einem der wichtigsten Arbeitgeber.