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Molkereien liefern zu günstig

Selbst die Mainstream-Medien nehmen sich jetzt des Preisverfalls im Mopro-Markt an. Bei ntv oder ZDF kommt BDM-Chef Hans Foldenauer zu Wort. Laut dessen Darstellung lag der Milchpreis in der ersten Jahreshälfte 2025 im Bundesdurchschnitt bei rund 53 Cent. Die Produktionskosten waren für Juli mit 53,53 Cent veranschlagt, seit dem Sommer sind die Erzeugerpreise auf zuletzt durchschnittlich 46 Cent gesunken. 

Der Discounter Lidl erklärte am Wochenende im Zuge der Preissenkung, man verzichte bewusst auf Marge, “um durch eine höhere Absatzmenge die Milchbauern zu unterstützen”. Foldenauer dazu: “Was hilft uns Milchviehhaltern eine höhere Absatzmenge, wenn wir mit jedem Kilogramm Absatz Verluste einfahren?” Der Lebensmitteleinzelhandel könne die niedrigen Butterpreise nur anbieten, weil die Molkereiunternehmen so günstig lieferten – und ihre Preiszugeständnisse “ohne eigenes wirtschaftliches Risiko” direkt an die Landwirte weiterreichten.

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