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Quelle: MIV, Berlin

Milchgipfel

 Im Mittelpunkt stand die aktuelle Marktlage, die von deutlichen Produktionssteigerungen in Deutschland, der EU und weltweit geprägt ist. Einigkeit bestand darüber, dass die höheren Mengen den Preisdruck verschärfen. Unterschiedliche Auffassungen gab es hingegen über geeignete Gegenmaßnahmen. Vertreter von LSV, BDM und AbL forderten staatliche Unterstützung für Marktregulierungen auf EU-Basis, darunter die Aktivierung von Artikel 219 GMO mit Entschädigungen für Lieferverzicht sowie Artikel 148 GMO mit verpflichtenden Vertrags- und Mengenregelungen.

Dem widersprachen DBV, Milchindustrie-Verband (MIV), Raiffeisenverband (DRV) sowie Vertreter der privaten Milchwirtschaft. Die Mehrheit der Teilnehmer sprach sich gegen staatliche Eingriffe aus und verwies auf erste positive Marktsignale. Minister Rainer kündigte an, die Exportstrategie und den Abschluss von Handelsabkommen weiter voranzutreiben. Zudem wolle das Ministerium Instrumente zur Stärkung der Marktakteure ausbauen, etwa steuerliche Risikoausgleichsrücklagen, Absicherungssysteme und Bürokratieabbau. Eine Wiederaufnahme von Artikel 148 GMO lehnte Rainer ab; beim Thema Lieferverzicht wolle man zunächst Vorschläge aus Brüssel abwarten.

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