Märkte
Quelle: VMB

Mehr Aktivitäten im Handel mit abgepackter Butter

Zum Monatswechsel setzte sich der saisonale Rückgang in der bundesweiten Milchanlieferung fort. Größere Mengeneinbußen, wie es sie kurzzeitig Anfang August gegeben hatte (-2,4 %), blieben entgegen den Erwartungen aus. Zu Beginn des Septembers wurde zur Vorwoche um 0,4 % weniger Milch erfasst und das Erzeugungsniveau lag weiterhin 1,6 % über der Vorjahreslinie. Das Shamonda-Virus breitete sich weiter aus und hatte regional und kurzzeitig das Milchaufkommen unterschiedlich stark einbrechen lassen. Am Rohstoffmarkt hatte der zuletzt starke Preisauftrieb bei Magermilch, Rahm und Rohmilch an Dynamik verloren. Die hohen Spotkurse vom August wurden nicht mehr aufgerufen, es kam zu leichten Korrekturen. Der Handel mit Magermilch- Vollmilch und Molkenpulver beruhigte sich nach einer zuletzt regen Nachfrage etwas. Für den kurzfristigen Bedarf stand kaum Ware zur Verfügung, die Notierungen tendierten auf hohem Niveau stabil.

Butter: Erhöhte Nachfrage nach Päckchenbutter
Der Monatswechsel und das Auslaufen der Ferien und Urlaubszeit erhöhten die Aktivitäten im Handel mit abgepackter Butter. Von Seiten des Lebensmitteleinzelhandels wurden umfangreich Mengen geordert. Zum einen wurden Lagerbestände aufgefüllt und zum anderen stand eine Erhöhung der Butterpreise bevor. Zudem wurden in der vergangenen Woche Preisaktionen gefahren, bei denen das 250 g Päckchen weniger als 1,00 Euro kostete. In der gleichen Woche wurden von ersten Discountern im Preiseinstiegssegment die Verbraucherpreise auf 1,19 Euro/250 g (+14 Cent) angehoben. Die Notierungen an der Kemptner Börse folgten der Entwicklung, für abgepackte Butter wurden festere Preise notiert, bei Blockbutter gab es keine Preisveränderungen.

Käse: knappe Verfügbarkeit, anziehende Preise
Die Aktivitäten am Schnittkäsemarkt sind bereits über Monate hinweg sehr lebhaft. In der ersten Jahreshälfte stand den Käsereien umfangreicher Rohstoff zur Verarbeitung. Mit der saisonal sinkenden Milchanlieferung erhöhte sich auch der Wettbewerb unter den anderen Verwertungsrichtungen. Dabei hatte die Käseherstellung an Auslastung verloren und die Warenverfügbarkeit wurde bei geringen Beständen zunehmend knapper. Das brachte auch die Käsepreise allmählich in Bewegung. An der bundesweiten Leitnotierung wurden stabile bis feste Abgabepreise veröffentlicht. Der Rückstand zum Preisniveau im Vorjahr bewegte sich zwischen 0,8 bis 1,00 Euro/kg.

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