Die Teilnehmer des Grundlehrgangs “Trocknung” (Foto: Simon Gutensohn, LBM)
Wie aus Milch und Molke hochwertige Pulver entstehen, stand im Mittelpunkt des Grundlehrgangs „Trocknung“, den das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Molkereiwirtschaft (LVFZ) Kempten der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) gemeinsam mit dem Landesverband Bayerischer und Sächsischer Molkereifachleute und Milchwirtschaftler e. V. (LBM) Anfang August durchführte. (LBM) Anfang August in Kempten durchführte. Im Mittelpunkt standen die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der verschiedenen Schritte der Pulverherstellung.
An zwei intensiven Schulungstagen erhielten die Teilnehmer einen umfassenden Einblick in die wichtigsten Schritte der Pulverherstellung – von der Rohstoffvorbereitung über Konzentration und Filtration bis hin zur Trocknung und Nachbehandlung. Die fachliche Durchführung übernahmen Herr Schumacher und Herr Abrell vom LVFZ Kempten. Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen stand dabei insbesondere die praktische Arbeit an den Anlagen des LVFZ im Mittelpunkt.
Zu Beginn wurden die Grundlagen der Rohstoffvorbereitung von Milch und Molke behandelt. Dabei standen unter anderem Entrahmung, Entstaubung, Standardisierung und Erhitzung auf dem Programm. Anschließend folgten die Konzentratherstellung durch Eindampfung sowie verschiedene Filtrationsverfahren. Bei der Molkebearbeitung wurden zudem die Themen Entmineralisierung und Kristallisation erläutert. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der praktischen Umsetzung. In zwei Gruppen konnten die Teilnehmer die verschiedenen Anlagen des LVFZ Kempten kennenlernen und die zuvor vermittelten theoretischen Inhalte unmittelbar in der Praxis nachvollziehen. Dabei wurden unter anderem die Eindampfung von Molke, die Ultrafiltration sowie die Herstellung von Konzentraten aus Milch demonstriert.
Am zweiten Tag stand die eigentliche Trocknung im Mittelpunkt. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die Eindampfung von Milch sowie in die Herstellung von Milchpulver. Ausführlich erläutert wurden dabei die Zerstäubungs- und Düsentechnik sowie die verschiedenen Prozessstufen im Pulverturm. Auch die Grundlagen der Nachbehandlung, insbesondere über ein Fließbett, wurden vermittelt. Ergänzend beschäftigte sich die Gruppe mit der Qualitätssicherung. Produktbegleitende chemische und bakteriologische Untersuchungen sowie die dazugehörigen rechtlichen Grundlagen rundeten den Lehrgang ab.
Durch die enge Verknüpfung von Theorie und praktischen Demonstrationen an den Anlagen des LVFZ konnten die Teilnehmer die einzelnen Prozessschritte der Pulverherstellung anschaulich nachvollziehen und ihr Wissen für den Berufsalltag vertiefen.