Podcastmotiv zur europäischen Milchwirtschaft mit Dauergrünland und Molkereigenossenschaften
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“Let’s Talk Milch” Spezialfolge

Die neue Spezialfolge des Podcasts „Let’s Talk Milch“ befasst sich mit den regionalen Strukturen der europäischen Milchwirtschaft. Landfluencerin Julia und Molkerei-Geschäftsführer Christoph Bossmann sprechen über die Organisation von Erzeugerbetrieben in Molkereigenossenschaften sowie über die Abläufe auf Höfen und in Molkereien.

 

Dauergrünland als Grundlage der Milcherzeugung

 

Ein Thema der Podcastfolge ist die Verbindung von Landschaft und landwirtschaftlicher Nutzung. Auf norddeutschen Marschwiesen und alpinen Wiesen in Hanglage ist klassischer Ackerbau kaum möglich. Das dortige Dauergrünland dient zugleich als Kohlenstoffspeicher. Kühe verwerten die für Menschen nicht nutzbare Biomasse und wandeln sie in Lebensmittel um.

 

„Das Gras wächst auf Flächen, wo sonst nichts anderes wächst und kein Ackerbau möglich ist. Wenn die Kuh dieses Gras frisst und daraus Lebensmittel macht, ist das ein natürlicher Kreislauf“, erklärt Christoph Bossmann.

 

Zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks optimieren landwirtschaftliche Betriebe ihre Abläufe. Genannt werden energieeffiziente Anlagentechnik und gezielte Fütterungsmethoden. Molkereigenossenschaften bilden dabei eine wirtschaftliche Grundlage der europäischen Milchwirtschaft. Die Molkereien gehören den angeschlossenen Erzeugerbetrieben, wodurch Entscheidungen praxisnah getroffen werden und Erlöse in die jeweilige Region zurückfließen.

 

Zusammenarbeit im deutsch-dänischen Grenzraum

 

Am Beispiel des deutsch-dänischen Grenzraums thematisiert die Folge die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Dänische Landwirte bringen ihre Erfahrungen in norddeutsche Genossenschaftsgremien ein. Kurze Transportwege ermöglichen zudem den grenzüberschreitenden Transport von Rohmilch.

 

„Wenn man regional kauft, dann stützt man auch die Region“, sagt Bossmann. Der genossenschaftliche Austausch und die regionalen Wertschöpfungskreisläufe sollen die Betriebe auf beiden Seiten der Grenze stärken. Als weiteren Faktor für den Erhalt der Familienbetriebe in Deutschland, Dänemark, Irland und Frankreich nennt die Initiative Milch die Transparenz über die Arbeit der Höfe und Molkereien.

 

Die Folge trägt den Titel „Zwischen Nordseewind und Melkstand – wie die europäische Milchwirtschaft von der Küste bis in die Alpen funktioniert“ und gehört zum EU-Programm „Enjoy, it’s from Europe“.

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