72 Prozent der Entscheider in der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft sagen, ihr Unternehmen habe sich 2026 wie erwartet oder besser entwickelt. Für die Branche insgesamt sehen 58 Prozent das Gegenteil.
Diese Lücke ist eines der zentralen Ergebnisse der “Kursbestimmung Agrar & Ernährung 2026“, die RSM Ebner Stolz gemeinsam mit dem Agrar- und Ernährungsforum Nord-West e. V. (AEF) am 5. November 2026 veröffentlicht, pünktlich zur EuroTier.
Vor einem Jahr hatten im Zukunftskompass noch vier von zehn Unternehmen ihre Lage als kritisch bezeichnet. Der befürchtete Einbruch ist ausgeblieben, die strukturellen Probleme sind aber geblieben.
Drei Befunde sind besonders auffällig:
- Am Geld liegt es nicht. 82 Prozent bewerten ihren Zugang zu Finanzierung als gut oder ausreichend. Mehr investieren wollen trotzdem nur 24 Prozent.
- Entlastung ist beschlossen, kommt aber nicht an. 79 Prozent spüren wachsenden Regulierungsdruck, nur 1 Prozent eine Entlastung.
- Der Wettbewerb wird international, die Branche nicht. Bei Stalltechnik und Landmaschinen holen asiatische Anbieter massiv auf und drängen mit deutlich günstigeren Produkten auf den europäischen Markt. Internationalisierung ist dagegen nur für 5 Prozent der Unternehmen eine Priorität.
Abb.: KI generiert / RSM Ebner Stolz