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Quelle: Patrick Schroeder

KI in der Industrie-PR

 

In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind viele Industriebetriebe versucht, auf standardisierte, maschinell erzeugte Texte umzustellen, um Kosten zu sparen. Doch diese Strategie ist gefährlich, kann sie doch zu einem Vertrauensverlust bei Kunden und Medien führen, warnt Patrick Schroeder (Foto), seit 19 Jahren PR-Experte für die Industrie und Technik-Journalist. Schroeder empfiehlt Industriebetrieben für 2026, auf authentische Inhalte und Storytelling zu setzen, um sich von generischer KI-Sprache der Konkurrenz abzuheben.

ChatGPT, Google Gemini oder Claude: Generative KI erzeugt in Sekundenschnelle Pressemitteilungen, Broschüren und Website-Texte. Auch Soziale Medien sind von KI-Texten geflutet. Beispiel: LinkedIn. Hier posten Industriebetriebe jeden Tag Beiträge, für die früher weder sprachliches Know-how noch ausreichend Zeit verfügbar waren. Doch es gibt eine KI-Schattenseite, die zunehmend sichtbarer wird, warnt Patrick Schroeder. „Die meisten Leser erkennen KI-generierte Texte inzwischen sofort. Nicht nur am häufig zitierten Gedankenstrich. Auch am überdurchschnittlich scharfen, aber stets ähnlichen logischen Aufbau“, sagt Schroeder. „Viele Menschen, darunter Kunden und Fachmedien, verlieren in diesem Moment das Vertrauen in das Unternehmen.“

„Künstliche Intelligenz kann Industrieunternehmen unsichtbar machen“

Besonders bei Thought-Leadership-Beiträgen in den Sozialen Medien sei nicht mehr transparent, welche Gedanken vom Menschen stammen und welche von der Maschine. „Der Absender selbst wird somit nebulös und nicht mehr greifbar, sodass sich kaum Vertrauen aufbauen kann“, warnt Schroeder. Die Folge: Immer mehr Menschen ignorieren KI-Beiträge. Das Phänomen sei vergleichbar mit der sogenannten Banner Blindness, also dem Ignorieren von Werbebannern auf Websites. „Es ist paradox: Unternehmen wollen durch mehr KI-Content sichtbarer werden, erreichen aber das Gegenteil. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, in denen Vertrauen wichtiger denn je ist.“

„Storytelling macht Industriebetriebe greifbar und glaubhaft“

Industriebetrieben empfiehlt Schroeder für 2026, das Vertrauen von Kunden und Fachmedien mit authentischen Inhalten aus dem wirklichen Leben aufzubauen. Wirkungsvoll seien zum Beispiel Reportagen über erfolgreiche Kundenprojekte. „Hier bietet sich mit Storytelling die Möglichkeit, wieder den Menschen in den Fokus zu rücken“, erklärt Schroeder. „Unternehmen werden durch diesen echten Einblick in ihren Alltag greifbar und glaubhaft. Und das ist in wirtschaftlich turbulenten Zeiten unverzichtbar.“

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