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Hochland denkt nach

Hochland erwägt, den im Jahr 2022 selbst verhängten Investitionsstopp in Russland zu beenden und im russischen Markt auch wieder zu werben. Das erklärte Hochland-Chef Peter Stahl auf der Jahrespressekonferenz .

Den Sinneswandel erklärte Stahl mit der Situation vor Ort. Hochland ist seit ca. 20 Jahren im dortigen Markt und betreibt drei Käsereien mit ca. 1.800 Mitarbeitern. Bos vor dem Ukrainekrieg war das Unternehmen Angaben Marktführer, fast 25% des Gruppenumsatzes entfiel auf die russische Tochter. Inzwischen ging die Marktführerschaft an einen russischen Wettbewerber verloren, der Anteil des Russland-Geschäfts an den Erlösen ist auf 20 Prozent gesunken. Den Verlust der russischen Vermögenswerte, die dann möglicherweise in die Hände eines Putin-treuen Oligarchen fallen könnten, haben Wirtschaftsprüfer auf 30 Prozent taxiert. Hochland werde unter anderem vom deutschen Botschafter in Russland, Alexander Graf Lambsdorff, unterstützt.

Mit Investitionen in die russischen Werke würde Hochland seine Investitionsoffensive weiterführen. In den vergangenen drei Jahren hat das Unternehmen jeweils 120 Mio. € investiert. Wichtige Projekte waren die Einführung einer neuen Unternehmenssoftware an den deutschen Standorten, der Ausbau der Weißkäse-Kapazitäten in Schongau sowie in Heimenkirch sowie die Erweiterung der Logistik. Auch in Rumänien und Frankreich wurde und wird investiert – das neue Weichkäsewerk am Standort der französischen Tochter Henri Hutin ist die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte.

 

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