Markt
Quelle: VMB

EU-Drittlandexporte Januar 2026

Die europäischen Ausfuhren an Milchprodukten zeigten im ersten Handelsmonat des laufenden Jahres ein gutes Absatzpotenzial. Das Handelsvolumen der einzelnen Produkte übertraf oftmals das Ergebnis des Vorjahresmonats. Im internationalen Handel waren die europäischen Produktpreise attraktiv und sorgten für eine gute Wettbewerbsfähigkeit, was die Nachfrage nach europäischen Milchprodukten stimulierte.

Mehr Butter und Magermilchpulver zu Jahresbeginn exportiert 
Der europäische Handel mit Milchprodukten in Drittländer konnte bereits zu Ende des vergangenen Jahres zunehmende Handelsmengen verzeichnen. Dieser Trend setzte sich auch bei den Exporten von Magermilchpulver fort. Importeure aus Algerien, Indonesien und Malaysia als Hauptabnehmer führten erhöhte Mengen ein. Aus der EU-27 wurde im Januar somit um 9 % mehr Magermilchpulver exportiert als vor zwölf Monaten. Der Handel eiweißreicher Produkte gewinnt entgegen den vergangenen Jahren wieder stärker an Bedeutung. Die Exporte von Molkenpulver reichten nicht an das Vorjahresergebnis heran, es wurde um rund 1 % weniger an europäischer Ware ausgeführt. Stabil auf gutem Niveau verlief der Handel mit Käse, das Handelsvolumen lag nahezu gleich auf zum Vorjahresmonat. Während das Vereinigte Königreiche als Hauptabnehmer von europäischem Käse weniger Ware nachfragte, war ein höherer Bedarf aus Saudi-Arabien, China und Japan feststellbar.
Ein deutlich höheres Exportvolumen hatte der Absatz von Butter/-öl eingenommen. Gegenüber Januar 2025 steigerte die EU-27 die Ausfuhren um gut 20 %. Die Lieferungen nach Ägypten, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate konnten stärker ausgebaut werden. Zu einer Stabilisierung der Handelsmenge kam es im Januar beim Export von Vollmilchpulver. Das vergangene Jahr war von einem spürbaren Rückgang geprägt. Im ersten Handelsmonat in diesem Jahr wurde um rund 2 % mehr Vollmilchpulver exportiert als im Vergleichsmonat 2025. Der Anteil der gehandelten Menge nach Saudi-Arabien konnte dabei ausgebaut werden, während sich bei den anderen Abnehmern die Mengen wenig verändert hatten.
Die größte Steigerungsrate wurde im Handel mit Milch und Sahne ausgewiesen. Das Handelsvolumen lag im Januar um gut 20 % über den gehandelten Mengen zu Beginn des vergangenen Jahres.

 

Foto: Colourbox

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