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Erheblicher Rückgang

Die Milcherzeugung in Irland ist im vierten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 29 % zurückgegangen und hat in den ersten Monaten des Jahres 2024 weiterhin erhebliche Rückgänge zu verzeichnen. Im Januar und Februar lag die Produktion um 18 % bzw. 13 % unter dem Vorjahresniveau.
Hauptsorgen der irischen Milcherzeuger sind aktuell das nasse Wetter, die Produktionskosten und die zunehmenden Umweltvorschriften. Ein Beispiel dafür ist die europäische Nitratrichtlinie, die in Irland im Rahmen des Nitrat-Aktionsprogramms umgesetzt wird und Vorschriften für die Lagerung, Ausbringung und Bewirtschaftung von Gülle in Milchviehbetrieben enthält. Die Landwirte sind besorgt über die Auswirkung dieser Beschränkungen auf die Besatzdichte und die Auswirkungen der reduzierten Kuhzahl auf die Milchproduktion. Offenbar haben die Landwirte ihren Kuhbestand in Erwartung des Inkrafttretens dieser Verordnungen möglicherweise reduziert.
Neben der geringeren Milchproduktion ist in den letzten Monaten auch die Butterproduktion zurückgegangen. Zwischen November 2023 und Februar 2024 sank die monatliche Gesamtproduktionsmenge von Butter im Durchschnitt um 24 % im Vergleich zum Vorjahr. Die geringere Butterproduktion hat die für Irland verfügbaren Exportmengen begrenzt, wobei die Gesamtexportmengen für Butter im Jahr 2024 bisher (Januar-Februar) um 18 % gegenüber dem Vorjahr gesunken sind. Dadurch könnten sich für andere Butterexporteure wie Großbritannien Chancen auf Märkten wie den USA und den Niederlanden, den beiden größten Exportmärkten für irische Butter, ergeben.

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