Mit der feierlichen Eröffnung des Solarparks Reichertsweiler nahe Donauwörth setzt die Molkerei Gropper ein Zeichen für die Energiewende in der Region. Im Beisein des bayerischen Staatsministers für Digitales Dr. Fabian Mehring, Landrat Markus Müller (Landkreis Dillingen a. d. Donau), dem stellvertreten den Landrat Jürgen Leberle (Landkreis Donau-Ries), Oberbürgermeister Jürgen Sorré (Große Kreisstadt Donauwörth), Bürgermeister Marcus Späth (Gemeinde Tapfheim), Bürgermeister Stephan Herreiner (Gemeinde Bissingen) sowie Heinrich Gropper und den weiteren Gesellschaftern der Energiepark Reichertsweiler GmbH & Co. KG wurden der Solarpark in Reichertsweiler und die Energiezentrale am 02.07.2026 am Unternehmenssitz der Molkerei Gropper in Bissingen offiziell in Betrieb genommen.
Die hochmoderne Anlage zeichnet sich durch ein intelligentes Steuerungskonzept mit einer KI-gestützten Energiezentrale aus, zu dem unter anderem eine Wasseraufbereitungsanlage sowie zwei Batteriespeichersysteme gehören. „Die Eröffnung des Solarparks ist ein wichtiger Meilenstein, um die Molkerei Gropper noch zukunftsfähiger aufzustellen“, betont Inhaber und Geschäfts führerHeinrich Gropper. „Die KI-gestützte Steuerung ermöglicht einen effizienten und verlässlichen Betrieb. Gleichzeitig übernehmen wir Verantwortung für die Energiewende in unserer Region“.
Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Staatsminister für Digitales: „Der Solarpark Reichertsweiler zeigt eindrucksvoll, wie im Herzen von Bayerisch-Schwaben eine nachhaltige Zukunft gelingen kann: Nicht durch Verzicht und Verbote, sondern durch Technik und Innovation. Die Molkerei Gropper geht dabei als Pionier voran und beweist, wie erneuerbare Energien und zeitgemäße Batteriespeicher in Kombination mit smarter Digitalisierung und KI die Modernisierung unseres heimischen Mittelstands beflügeln können. Solche Investitionsentscheidungen sind eine Win-Win-Situation, weil sie die berechtigten Interessen von Ökonomie und Ökologie unter einen Hut bringen und unseren Standort zukunftsfest machen. Das war möglich, weil im Kesseltal mittelständischer Unternehmergeist auf Innovationskraft und den Mut zum Gestalten getroffen ist. Für mich ist klar: Die besondere Verbindung aus ökologischer Verantwortung, technischer Unabhängigkeit und mittelständischer Wirtschaftskraft macht Reichertsweiler zu einem Vorbild für moderne Produktion in Bayern.“
Eckpfeiler für die Energiewende im Donau-Ries
Auf 16 Hektar Fläche erzeugen 27.552 PV-Module rund 19 Mio. kWh Sonnen-Strom pro Jahr – vergleichbar mit Strom für 5.000 Haushalte. Dies entspricht nahezu der Hälfte aller Haushalte in Donauwörth. Die Molkerei Gropper ist der einzige Abnehmer des im Solarpark produzierten Stroms. Der Solarpark ermöglicht es dem Unternehmen, weniger Erdgas zu verbrauchen. Der gewonnene Strom wird zum Betrieb eines Elektrokessels zur Dampferzeugung, sowie Leistungsreduktion der gasbetriebenen BHKWs genutzt. Allein durch diese Maßnahmen wird eine jährliche CO2 Einsparung von 4.000 Tonnen erreicht. Um diese Einsparung noch zu er höhen, kommt zusätzlich ein Batteriespeicher zum Einsatz. Dieser verbessert nochmals die „Ausbeute“ des PV-Parks und steigert dadurch die CO2 Einsparung auf dann insgesamt 5.000 Tonnen pro Jahr. Parallel zum Solarpark entstand bei Gropper eine neue Energiezentrale. Sie verdreifacht die Energieversorgung am Standort. Ein Elektro-Dampfkessel läuft komplett mit Strom aus erneuerbaren Energien. Alle Anlagen werden durch KI-gestützte Energiesteuerung vernetzt. Der Energiepark Reichertsweiler GmbH & Co. KG gehören neben Heinrich Gropper weitere Projektpartner an: Wolfgang Strehle vom Reichertsweiler Hof stellte die Flächen zur Verfügung, die Raiffeisen-Volksbank Ries ist für die Finanzierung zuständig und die Ingenia Projects GmbH & Co. KG verantwortete als Generalunternehmer den Bau.