Steigende Energiekosten und wachsende Anforderungen an die Energieeffizienz rücken die professionelle Dämmtechnik in Industrie und Gewerbe zunehmend in den Fokus. Gerade bei Heizungs-, Warmwasser-, Dampf- und Prozessleitungen können unzureichend gedämmte Systeme erhebliche Energieverluste verursachen. Fachgerecht ausgeführte technische Isolierungen setzen genau hier an: Sie reduzieren Wärmeverluste, stabilisieren Prozesstemperaturen und schützen Anlagenkomponenten dauerhaft.
„Insbesondere bei hohen Betriebstemperaturen können ungeeignete Standardmaterialien schnell an ihre Grenzen stoßen. Professionelle Dämmsysteme berücksichtigen deshalb die physikalischen Anforderungen der jeweiligen Anlage bereits bei der Materialauswahl und Dimensionierung und gehen deutlich über das einfache Ummanteln von Rohrleitungen hinaus“, sagt Albert Schell, Geschäftsführer der Mesch Isolierung & Brandschutz GmbH.
Energieeffizienz wird zum wirtschaftlichen Faktor
Eine professionelle Dämmung kann die Wärmeverluste gegenüber ungedämmten Rohrleitungssystemen erheblich reduzieren. „Das zahlt sich wirtschaftlich aus. Meist amortisieren sich Investitionen in professionelle Dämmsysteme innerhalb von 18 bis 24 Monaten – und Industriegas und Strom bleiben voraussichtlich teuer. Gegenüber 2020 hat sich die Amortisationszeit damit fast halbiert“, berichtet Schell und ergänzt: „Gleichzeitig erhöht eine gleichmäßigere thermische Belastung die Lebensdauer von Rohrleitungen und weiteren Anlagenkomponenten. Eine robuste Blechummantelung hält den Belastungen des Industriealltags in der Regel über 20 Jahre stand. Einfache Schaumstofflösungen verspröden oft schon nach 24 bis 36 Monaten und müssen ersetzt werden.“
Das richtige Dämmmaterial für den jeweiligen Einsatz
Je nach Anwendung kommen dabei unterschiedliche Dämmstoffe zum Einsatz. Mineralwolle eignet sich aufgrund ihrer hohen Temperaturbeständigkeit beispielsweise für Dampf- und Heizungsleitungen. Bei Kälteleitungen kann synthetischer Kautschuk mit seiner geschlossenzelligen Struktur dazu beitragen, die Bildung von Tauwasser zu verhindern. PIR-Hartschaum wiederum verbindet gute Dämmeigenschaften mit hoher Druckfestigkeit und eignet sich unter anderem für Rohrleitungen im intermittierenden Betrieb, also im Wechseltemperaturbetrieb. „Damit die Dämmung auch unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen dauerhaft funktioniert, spielt zudem der äußere Schutz eine wichtige Rolle. Ummantelungen aus Aluminium oder verzinktem Stahlblech schützen Dämmstoffe vor mechanischen Beschädigungen und Witterungseinflüssen.
In hygienisch sensiblen Bereichen, etwa in der Lebensmittelindustrie, können Edelstahl-Ummantelungen eingesetzt werden, die auch aggressiven Reinigungsmitteln standhalten“, so Schell.
Fotos: Mesch Isolierung & Brandschutz GmbH