Milch der Haltungsform 3 macht inzwischen ca. ein Drittel des Absatzes im deutschen LEH aus. Vier Jahre nach Einführung der Haltungsformkennzeichnung scheint der Markt aber nun gesättigt. Und die Zuschläge in Höhe von bis zu 3 Cent auf den Milchpreis können die Molkereien immer schwieriger realisieren. Alle Zeichen deuten auf einen baldigen noch intensiveren Kampf um Marktanteile in Deutschland hin – während Milch der Haltungsform 3 im Export noch immer kein Verkaufsargument ist.
Verschärfend für deutsche Marktteilnehmer ist, dass auch österreichische Milchverarbeiter im deutschen Markt für Milch der Haltungsformen 3 und 5 mitmischen. Das Land exportiert aktuell mehr als ein Fünftel (also ca. 850.000 t) seiner Gesamt-Milchmenge nach Deutschland, wenn auch der Fokus auf Käse liegt. Längst wurden von den Österreichern aber auch Marktchancen bei Konsummilch erschlossen. Basis dafür ist das AMA-Gütesiegel „Tierhaltung plus Außenklima“, das der deutschen Haltungsform Stufe 3 entspricht. Laut AMA wurden 2024 bereits 65 % der österreichischen Milch, also ca. 2,4 Mio. t, nach diesen Kriterien produziert.
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