Der stationäre Einzelhandel durchläuft derzeit eine tiefgreifende Transformation, heißt es im aktuellen EHI-Handelsmonitor. Die Innenstädte entwickeln sich weiter, Filialnetze verändern sich und neue Player kommen auf den Markt, während andere Vertriebslinien verschwinden. Der erstmals erscheinende „Handelsmonitor H1 2026“ von EHI und imtargis bietet einen Überblick über die Entwicklungen im stationären Einzelhandel in Deutschland und listet die wichtigsten Markteintritte, Insolvenzen sowie Veränderungen des Filialnetzes für das vergangene Halbjahr auf.
Im ersten Halbjahr waren im deutschen Einzelhandel zahlreiche Markteintritte zu beobachten – in den meisten Fällen internationale Konzepte. Die neuen Standorte umfassen unterschiedliche Sortimentsbereiche und reichen von alltagstauglichen Konzepten bis hin zum Luxussegment. Dies verdeutlicht die anhaltende Attraktivität des deutschen Einzelhandelsmarkts für internationale Retailer. Die Neueröffnungen konzentrieren sich vor allem auf hochfrequentierte Innenstädte und Shopping-Center in Großstädten und Metropolen.
Auf der anderen Seiet verzeichnete der deutsche Einzelhandel im ersten Halbjahr jedoch auch Unternehmensinsolvenzen. Von diesen waren Vertriebslinien unterschiedlicher Branchen und Größenordnungen betroffen. Mit Feneberg geriet Anfang 2026 ein regional bedeutender Lebensmittelhändler ins Schutzschirmverfahren. Das Unternehmen reagierte damit auf die anhaltenden wirtschaftlichen Belastungen und prüft im Rahmen der Sanierung eine Anpassung seines Filialnetzes.