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Quelle: KÄSE-THEKE

Cross-Selling an der Theke

Jutta Jung, Käse- und Gewürzsommelière sowie Vorstandsmitglied vom Verband der Käse-Sommeliers, hatte mit Bärbel Wolpers, Käse und Fleischsommelière und ebenfalls Vorstandsmitglied Verband der Käse-Sommeliers, dieses Mal eine Referentin gewinnen können, die sich sowohl an der Käse- als auch an der Fleischtheke bestens auskennt. Im Mittelpunkt stand das Cross-Selling. Dabei gehe es nicht darum, Kunden zusätzliche Produkte aufzudrängen, sondern den Einkauf sinnvoll zu ergänzen. Die Referentinnen formulierten dafür drei Regeln: Empfehlungen statt Verkaufsdruck, den Mehrwert erklären und individuell auf den Kunden eingehen. „Besonders wichtig sei es, Käse und Fleisch nicht länger getrennt zu denken. Schon kleine Maßnahmen können die Zusammenarbeit beider Theken stärken. So können an der Fleischtheke Hinweiskärtchen auf Käse aufmerksam machen oder Mitarbeiter der Fleischtheke nennen ihre Kollegen der Käsetheke namentlich. Im Sommer bieten sich beispielsweise auch Grillpakete mit einer abgestimmten Käseempfehlung an“, argumentierte Bärbel Wolpers. Bei Charcuterie-Bestellungen lohnt es sich, eine ergänzende Käseauswahl anzubieten. Auch an der Käsetheke ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte. Wer nachfragt, welches Fleisch oder welche Wurst zum Essen geplant ist, kann gezielt passende Käse empfehlen. Eine „Käse-Reiseroute“ mit drei Käsesorten und jeweils passender Fleischspezialität kann Kunden zusätzlich inspirieren. Hilfreich für die Beratung ist eine einfache Faustregel: Je feiner das Fleisch, desto zurückhaltender sollte der Käse sein. Kräftige Fleischspezialitäten vertragen dagegen aromatische Käse mit mehr Würze und Charakter. Gute Pairings entstehen nach Aussage von Bärbel Wolpers meist nach drei Prinzipien:

  • Ähnliche Aromen ergänzen sich,
  • Gegensätze sorgen für Spannung
  • und regionale Spezialitäten harmonieren oft besonders gut miteinander.

In virtuellen Chat-Räumen erarbeiteten die Teilnehmer des Online-Workshops zahlreiche klassische sowie kreative Pairings, die sich in die Beratung an der Bedientheke übertragen lassen. Fazit des Workshops: Wenn die Käse- und die Fleischtheke als Team auftreten, profitieren beide Abteilungen und die Kunden.

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