Ein Kommentar von Hans Wortelkamp

Butterpreise – ein Lehrstück über Marktmechanismen

Die aktuellen Preise für Markenbutter sind wahrlich ein Spiegelbild der Kräfte, die das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage prägen: Überangebot, Preisdruck und der ewige Wettstreit um Marktanteile.

Die Milch fließt derzeit bekanntlich reichlich. Nach einem kühlen, grasreichen Sommer und guten Futterbedingungen geben die Kühe fettreiche Milch. Ein leichtes Überangebot drückt die Preise – und die Discounter nutzen einmal mehr die Gelegenheit. Denn Butter ist eines jener Produkte, an denen sich Preiskämpfe besonders gut austragen lassen. Sie gilt als eines der Eckartikel in der Pluskühlung. Dennoch: Billige Butter ist kein Grund zur Euphorie. Sie zeigt vielmehr, wie sensibel der Milchmarkt auf Witterung, Fettgehalt und Wettbewerb reagiert. Für die Verbraucher gut, für die Milchwirtschaft bleibt es ein Balanceakt zwischen Wirtschaftlichkeit und Wettbewerb.

Merke:  Butterpreise sind zyklisch, aber Marktführerschaft entsteht nur bei denen, die den Zyklus lesen – nicht bei denen, die ihm hinterherlaufen.

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