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Quelle: Mesch Isolierung und Brandschutz GmbH

Brände begrenzen, Schäden reduzieren

 

 

Großflächige und sich stark ausbreitende Brände gehören mit zu den größten Risiken in der Industrie. Wie erheblich die finanziellen Folgen Großschadenstatistik von Großbränden sein können, zeigt die des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): Allein 2023 wurden 21 Feuer-Großschäden mit einem Schadenaufwand von jeweils mehr als 20 Millionen Euro gemeldet. Zusammengenommen verursachten sie Schäden in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro. „Für industrielle Betriebe ist es daher essenziell, durch präventive Maßnahmen den allgemeinen Brandschutz im Unternehmen zu stärken. Insbesondere Maßnahmen des passiven Brandschutzes, beispielsweise die Installation von Brandschutzdämmungen, leisten einen entscheidenden Beitrag dazu, die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu begrenzen und die Sicherheit der Mitarbeiter zu erhöhen“, erklärt Albert Schell, Geschäftsführer der Mesch Isolierung und Brandschutz GmbH. „Wie schnell und in welchem Umfang sich ein Feuer ausbreitet, hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie hoch die daraus entstehenden Schäden und Kosten ausfallen.“

Wenn Durchdringungen zu Schwachstellen werden

In Industriebetrieben kommen häufig mehrere brandbegünstigende Faktoren zusammen. Dazu zählen hohe Temperaturen und Drücke innerhalb von Produktionsprozessen, erhebliche Wärmeabgaben von Anlagen und Maschinen sowie eine umfangreiche elektrische und technische Infrastruktur. Um die Ausbreitung eines Brandes im Ernstfall zu begrenzen, werden Produktions- und Technikbereiche durch feuerwiderstandsfähige Wände und Decken voneinander getrennt. Für Industriebetriebe entsteht dabei jedoch eine besondere Herausforderung: Ihre komplexe technische Infrastruktur durchzieht diese baulichen Brandabschnitte. Produktions- und Technikbereiche sind durch ein dichtes Netz aus Kabeltrassen, Rohrleitungen sowie Steuerungs-, Versorgungs- und Energietechnik miteinander verbunden. Die Installationen verlaufen häufig über größere Distanzen und müssen dabei Wände, Decken und Böden durchdringen. „Damit entstehen zahlreiche Schnittstellen, die bei nicht ausreichender Abschottung im Brandfall potenzielle Ausbreitungswege für Feuer, Rauch und Wärme darstellen“, betont Schell.

Brandschutz an den entscheidenden Schnittstellen

Um mögliche brandschutztechnische Schwachstellen durch Durchdringungen zu reduzieren, kommen Brandabschottungen zum Einsatz. Bei Rohrdurchführungen ist insbesondere das Material der Rohrleitung entscheidend für die Wahl des geeigneten Abschottungssystems. „Metallrohre stellen im Brandfall aufgrund ihrer guten Wärmeleitfähigkeit eine Herausforderung dar. Je nach Anwendungsfall können daher nicht brennbare Dämmstoffe wie Mineralwolle eingesetzt werden. Bei Kunststoffrohren besteht hingegen die Gefahr, dass das Rohr unter der Hitzeeinwirkung schmilzt oder zerstört wird und dadurch eine Öffnung entsteht. In solchen Fällen schaffen häufig intumeszierende Brandschutzmanschetten Abhilfe. Das darin enthaltene Material quillt bei hoher Temperatur auf und verschließt die entstehende Öffnung“, so Schell.

Verlaufen mehrere unterschiedliche Installationen durch eine einzelne Öffnung, müssen diese zudem bei der brandschutztechnischen Absicherung gemeinsam berücksichtigt werden. In diesem Fall lassen sich Kombiabschottungen einsetzen. Sie ermöglichen es, unterschiedliche Leitungen und Installationen innerhalb einer gemeinsamen Durchführung brandschutztechnisch abzusichern. Je nach Ausführung basiert die Abschottung dabei beispielsweise auf Mineralwolle, Brandschutzmörtel, Brandschutzplatten oder intumeszierenden Materialien. Entscheidend ist, dass die gewählte Lösung auf die vorhandenen Installationen sowie die Beschaffenheit des durchdrungenen Bauteils abgestimmt und als Gesamtsystem entsprechend nachgewiesen ist.

Technische Anlagen vor Hitze schützen

Die gezielte Installation von Brandschutzdämmungen trägt ebenso dazu bei, die Auswirkungen eines Brandes zu begrenzen. So sind beispielsweise Anlagen und Maschinen im Brandfall einer hohen thermischen Belastung ausgesetzt. Insbesondere bei sicherheitsrelevanten oder empfindlichen Komponenten drohen Beschädigungen oder Ausfälle, die den Betrieb längerfristig beeinträchtigen und erhebliche Folgekosten verursachen. Eine geeignete Brandschutzdämmung reduziert den Wärmeeintrag und verlangsamt die Erwärmung der geschützten Komponenten. „Für Brandschutzdämmungen kommen je nach Anwendungsbereich unterschiedliche nicht brennbare oder schwer entflammbare Materialien und Systeme zum Einsatz, deren Brandverhalten entsprechend den jeweiligen Anforderungen nachgewiesen ist“, informiert Schell. Dazu zählen beispielsweise Dämmstoffe aus Steinwolle oder Calciumsilikat sowie intumeszierende Brandschutzbeschichtungen. Welche Lösung geeignet ist, hängt unter anderem von der konkreten Anwendung, der geforderten Feuerwiderstandsdauer und den baulichen Gegebenheiten ab.

 

Fotos: Mesch Isolierung und Brandschutz GmbH

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