Markt
Quelle: VMB

Aktueller VMB-Marktkommentar

Die Milchanlieferung in Deutschland folgte zu Mitte des Februars uneingeschränkt dem Jahresverlauf üblichen Anstieg und zeigte somit keinen Abbruch der Milchmenge. Die Vorjahreslinie wurde mit einem Plus von 5,8 % weiterhin deutlich übertroffen. Am Spotmarkt verloren die Kurse für Magermilchkonzentrat nach einer seit Jahresbeginn anziehenden Entwicklung wieder etwas. Eine verbesserte Verfügbarkeit hatte trotz guter Mengenumsätze zwischenzeitlich die Preisentwicklung gebremst. Der Handel mit Rahm wurde unterschiedlich beurteilt. Die Spotkurse stagnierten meist auf niedrigem Niveau. Impulse in der Fettverwertung erhofft man sich neben den zuletzt anziehenden Blockbutterumsätzen auch von der positiven Kursentwicklung im internationalen Handel des GDT-Tenders. Der Bedarf an Magermilchpulver hatte nach zuletzt stärkeren Impulsen wieder etwas an Dynamik verloren. Die preisliche Attraktivität europäischer Ware im Drittlandexport stützte die Nachfrage und ermöglichte kontinuierliche Geschäftsabschlüsse. Das Geschäft mit Molkenpulver nahm bei anhaltend guten Absatzmöglichkeiten einen regen Verlauf ein. Vollmilchpulver wurde hingegen von einem ruhigen Handel geprägt.

Butter: Päckchenware normal, Blockbutter lebhaft abgerufen
Mit den Mengenumsätzen bei abgepackter Butter war man überwiegend zufrieden, die Bestellungen des Lebensmitteleinzelhandels erfolgten stetig auf gutem Niveau. Im Preiseinstiegssegment kostete Butter mit 0,99 Euro/250g Päckchen im Februar um rund 1,20 Euro weniger als im Vorjahresmonat. Eine Kaufzurückhaltung der Verbraucher aufgrund einer verstärkten Bevorratung zu Jahresende konnte demnach auch nicht festgestellt werden.
Das Kaufinteresse an Blockbutter hatte ein hohes Niveau eingenommen, es wurden sowohl für den kurz- als auch langfristigen Bedarf Abschlüsse getätigt. Die Verfügbarkeit an Blockware konnte angesichts des erhöhten Rohmilchaufkommens der lebhaften Nachfrage Schritt halten. An der Leitnotierung hatte sich die Preise erneut befestigt, die Erholungsphase setzte sich langsam fort.

Käse: Umfangreiche Käseproduktion bei reger Nachfrage
Der Handel mit Schnittkäse hatte sich dem Februar über in einem anhaltend lebhaften Umfeld bewegt. Zum einen stand auf Seiten der Verarbeiter ein hohes Rohstoffaufkommen, das die Produktionskapazitäten zur Ausschöpfung zwang. Andererseits nahmen auch die Mengenumsätze ein umfangreiches Handelsvolumen ein. Dabei konnten sowohl am nationalen Markt als auch Lieferungen in EU-Mitgliedstaaten und die Drittlandexporte ein gutes Absatzpotenzial aufweisen. Für den kurzfristigen Bedarf waren die Mengen begrenzt, die Lagerbestände gering. Der Spielraum für eine Erholung der Käsepreise scheint etwas Luft zu bekommen. An der deutschen Leitnotierung wurden zuletzt erste moderate Preisbefestigungen angezeigt.

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