Markt
Quelle: VMB

Aktueller VMB-Marktkommentar

Die Milchanlieferung hat im Oktober deutschlandweit weiter aufgeholt und in diesem Jahr bisher den stärksten Mengenanstieg zur Vorjahreslinie genommen. Mit einer Milchanlieferung von insgesamt 2,65 Milliarden Kilogramm (konventionelle und bio/ökologische Erzeugung) stand zum Vorjahresvergleich ein um 6,7 % oder 168 Millionen Kilogramm größeres Milchaufkommen zur Verfügung. Der Rückstand von Januar bis Juli wurde durch die seit August vorherrschende expansive Milchanlieferung ausgeglichen. Mit einer kumulierten Menge von 26,33 Milliarden Kilogramm lag das Ergebnis gleich auf zum Vorjahreswert (schalttagsbereinigt).

Konventionelle Milcherzeugung: Rückstand im Oktober ausgeglichen
Entgegen der sonst üblichen saisonal rückläufigen Milchanlieferung hielt sich das Milchaufkommen den dritten Monat in Folge auf deutlich höherem Niveau. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat für Oktober eine Anlieferungsmenge von 2,53 Milliarden Kilogramm an konventioneller Milch ausgewiesen. Im Vergleich zum Vorjahr kam um 6,8 % mehr Milch aus der bundesweiten Erzeugung als im Oktober 2024. Von Januar bis Oktober summierte sich die Milchanlieferung mit 25,41 Milliarden Kilogramm Milch auf identischer Höhe wie im Vorjahreszeitraum. Das Delta von 1,8 % in den ersten sechs Monaten wurde somit ausgeglichen.
Innerhalb der einzelnen Bundesländer zeigte sich vor allem in den Regionen, welche im Vorjahr sehr stark von der Blauzungenkrankheit betroffen waren, die größten Mengensteigerungen zum Vorjahresmonat. In Niedersachsen bewegte sich die Milchanlieferung um 8,9 % und in Nordrhein-Westfalen um 7,4 % über dem schwachen Vorjahresergebnis. Die bayerischen Milchbauern erzeugten im Oktober um 5,4 % mehr Milch als noch vor einem Jahr. Auf bisheriger Jahressicht liegt die kumulierte Milchmenge nahezu gleich auf zu den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahrs (-0,1 %).

Ökologisch/biologische Milcherzeugung: leichter Überhang zum Vorjahr baut sich auf
Die Milchanlieferung in der Bio-Milcherzeugung nahm im Oktober eine ähnliche Entwicklung wie am konventionellen Milchmarkt. Mit Ausnahme in den Erfassungsgebieten Thüringen und Berlin/Brandenburg entwickelte sich der positive Trend fort.  Seit der Kehrtwende im August bewegte sich das bundesweite Erzeugungsniveau über der Vorjahreslinie. Deutschlandweit wurde im Oktober um 5,4 % mehr Bio-Milch erfasst als noch vor zwölf Monaten. Das entspricht den bisher stärksten Zuwachs im Jahresverlauf. Für den Zeitraum von Januar bis Oktober errechnete sich mit einer Anlieferungsmenge von 1,19 Milliarden Kilogramm ein moderates Plus von 0,3 % zum Vorjahreszeitraum. Aus Bayern wurde mit 56,28 Millionen Kilogramm um 3,6 % mehr Bio-Milch angeliefert als im Oktober 2024. Auf Jahressicht summierte sich das Milchaufkommen bisher zu einem Plus von 0,4 %.
In Baden-Württemberg verzeichnete die Bio-Milchlieferung mit 2,9 % ein deutlich stärker ausgeprägtes Plus für die ersten zehn Monate. Dort hatte sich lediglich im Juli das Milchaufkommen unter der Vorjahreslinie bewegt.

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