Markt
Quelle: VMB

Aktueller VMB-Marktkommentar

Die außergewöhnliche Situation einer für die Jahreszeit hohen Milchanlieferung hielt auch zu Beginn des Novembers an. Bei nur moderaten Schwankungen von Woche zu Woche bewegte sich das Rohmilchaufkommen in Deutschland seit Mitte August auf einem regelrechten Plateau und folgte bisher nicht dem saisonal üblichen Rückgang. Im November wird eigentlich das Jahrestief der Anlieferung erreicht. Der Abstand zur Vorjahreslinie erhöhte sich, so dass fast 7 % mehr Milch angeliefert wurde als in der Vorjahreswoche. Entsprechend legte auch die kumulierte Menge auf ein Plus von 0,3 % zu. Die hohe Verfügbarkeit setzte dem Rohstoffmarkt teilweise wieder etwas stärker zu. Hinzu kam eine uneingeschränkte Preisschlacht mit Milchprodukten dominierender Discounter um die Preisführerschaft. Für Rahm tendierten die Spotkurse schwächer und bewegten sich teilweise unter der Linie von 6 Cent/% Fetteinheit. Magermilch verlor ebenfalls, während Magermilchkonzentrat den festen Trend der vergangenen beiden Wochen fortsetzte. Der Handel mit Spotmilch verlief verhalten, die Kurse gaben nochmals nach.

Butter: Sehr hoher Absatz mit Päckchenbutter
Der Preisanreiz auf Verbraucherebene hält die Mengenumsätze mit abgepackter Butter auf sehr hohem Niveau. Bereits seit Ende September liegen die gehandelten Mengen über den Vorjahresmengen. Im Preiseinstiegssegment wurden die Verbraucherpreise im Oktober für das 250 g Päckchen auf 1,39 Euro reduziert und kostete 1,00 Euro weniger als im Vorjahr. Zu Mitte dieses Monats setzte sich der Unterbietungswettbewerb dominierender Discounter fort. In dieser Woche wurden zum sechsten Mal in Folge die Butterpreise reduziert, auf 1,29 Euro je Ziegel. Mit den beginnenden Backaktivitäten und der bevorstehenden Adventszeit dürften nochmals Nachfragebelebungen zu erwarten sein. Der Handel mit Blockbutter wurde dagegen von einem sehr ruhigen Geschäft geprägt.

Käse: Rege Nachfrage
Die stetigen Preisrücknahmen am Schnittkäsemarkt haben nicht nur den Absatz an den Lebensmitteleinzelhandel belebt, es hatte auch die Wettbewerbsfähigkeit im Export verbessert. Insbesondere die Nachfrage aus Drittländern gewann wieder an Impulsen. In der Käseproduktion waren Hersteller trotz der hohen Rohmilchverfügbarkeit gefordert mit der gestiegenen Nachfrage Schritt halten zu können. Vor diesem Hintergrund wurden auch die Lagerbestände auf einem geringen Niveau gesehen. In den kommenden Wochen rechnen Marktteilnehmer mit einer weiteren saisonalen Nachfragebelebung zur Weihnachtszeit.

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