Markt
Quelle: VMB

Aktueller Marktbericht

Die Milchanlieferung in Deutschland hatte zur Mitte dieses Monats auf dem erhöhten Niveau weiter zugelegt. Der Vorsprung gegenüber der Vorjahresmenge stieg auf über 7 % an und die bisher kumulierte Menge übertraf das Ergebnis aus dem Vorjahreszeitraum um 6,3 %. Das merklich höhere Rohstoffaufkommen zwingt zum einen in der Erfassung die Logistik zu extremen Herausforderungen und zum anderen gerieten in der Verarbeitung die Kapazitäten an die Auslastungsgrenze. Die Kurse am Rohstoffmarkt entwickelten sich uneinheitlich. Magermilchkonzentrat wurde nach einer zuletzt anhaltenden Schwächephase zu leicht festeren Kursen gehandelt. Im Handel mit Rahm drehten die Spotkurse ins Minus, nachdem in der zweiten Februarhälfte ein Preisauftrieb eingesetzt hatte. Bisher kamen die Kurse nicht über das Niveau vom November des vergangenen Jahres hinaus. Eine verhaltene Entwicklung prägte weiterhin auch die Spotpreise für Rohmilch.

Butter: Päckchenware rege, Blockbutter ruhiger nachgefragt
Der Handel mit Butter entwickelte sich unterschiedlich. Im Absatz mit Päckchenbutter prägte eine rege Nachfrage den Geschäftsverlauf. Die Bestellungen legten spürbar zu, aus dem Lebensmitteleinzelhandel wurden zügig hohe Mengen abgerufen. Mit dem bevorstehenden Osterfest wird nochmals eine weitere Belebung der Verbrauchernachfrage erwartet. Die Molkereiabgabepreise tendierten unverändert. Das Handelsgeschäft mit Blockbutter beruhigte sich nach einem für die Jahreszeit sehr lebhaften Absatz zu Monatsanfang. Die anziehenden Kurse hatten möglicherweise die Käufer verunsichert und das Kaufinteresse erhöht. Bei den zuletzt schwächeren Blockbutternotierungen hat sich ein abwartendes Kaufverhalten eingestellt.

Käse: umfangreiche Mengenumsätze zu festeren Preisen
Ein weiterhin unverändertes Bild bestimmte den Schnittkäsemarkt. Das sehr hohe Rohmilchaufkommen sorgte für eine maximale Auslastung der Produktionskapazitäten. Trotzdem konnten die Verkäufer dem sehr regen Kaufinteresse nicht nachkommen, um den Bedarf vollständig bedienen zu können. Die umfangreichen Mengenumsätze schränkten einen Aufbau an Beständen ein, die Reifelager befinden sich auf niedrigem Niveau. Die zunehmend knapper werdende Warenverfügbarkeit ermöglicht es auch die Großhandelsabgabepreise weiter anzuheben. Die Notierungen für Block- und Brotware legten leicht auf 3,30 bis 3,65 Euro/kg zu.

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