Unternehmen
Quelle: Roncadin

80 Millionen Euro Investition

 

Die italienische Unternehmensgruppe Roncadin, spezialisiert auf tiefgekühlte und gekühlte Pizzen und herzhafte Backwaren, stellt einen Dreijahresplan vor. Die Produktionskapazitäten in Chicago und im italienischen Meduno (Provinz Pordenone; Foto: Roncadin) werden ausgebaut. In Meduno könnten durch zwei geplante neue Linien bis zu 200 neue Arbeitsplätze entstehen. Zugleich wird RoncaLab mit seinem Fokus auf den Außer-Haus-Markt weiter gestärkt. Mit Thomas Schulz (bisher Freiberger) baut die Gruppe ihre Vertriebskompetenz und internationale Expertise aus.

Die Gruppe startet ein strategisches Investitionsprogramm in Italien und den USA, stärkt ihre Vertriebsorganisation und konzentriert sich noch stärker auf die Produktkonzepte, die bislang ihre internationale Entwicklung getragen haben. „Mit dieser Investition von mehr als 80 Millionen Euro bekennt sich die Familie Roncadin klar dazu, das Geschäft mit tiefgekühlten und gekühlten Pizzen und herzhaften Backwaren für den internationalen Lebensmitteleinzelhandel und den Außer-Haus-Markt auszubauen. Dabei setzen wir auf Kontinuität, Innovation und Zuverlässigkeit – Eigenschaften, die Roncadin zu einem strategischen Partner seiner Kunden machen“, erklärt Dario Roncadin.

Für 2026 erwartet Roncadin einen konsolidierten Gruppenumsatz von rund 300 Millionen Euro – den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte. Mehr als 85 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erzielt. Auf den US-Markt entfallen inzwischen 30 Prozent des Gesamtumsatzes der Gruppe, die derzeit weltweit mehr als 1.250 Menschen beschäftigt.

Investitionen von 50 Millionen Euro 

In den vergangenen Monaten ist die Nachfrage in Europa sehr rasch gestiegen, sodass die verfügbaren Kapazitäten nahezu vollständig ausgelastet sind. Um die Versorgung seiner europäischen Partner dauerhaft zu sichern, hat Roncadin daher die Grundlagen für einen weiteren Ausbau mit einem Investitionsvolumen von rund 50 Millionen Euro geschaffen. Bis Ende 2026 wird in Meduno, dem Hauptproduktionsstandort der Gruppe für Tiefkühlpizzen unter den Handelsmarken des Lebensmitteleinzelhandels, die Errichtung einer neuen Produktionslinie abgeschlossen. Sie entsteht auf einer Fläche von 4.500 Quadratmetern, die an das bestehende Werk angeschlossen ist, und erhöht die Produktionskapazität auf 140 Millionen Pizzen pro Jahr. Der Produktionsstart ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen; die volle Kapazität soll im April 2027 erreicht werden. Darüber hinaus ist für Anfang 2028 die Errichtung einer zweiten Linie geplant, mit der die Kapazität auf 160 Millionen Pizzen pro Jahr steigen wird. Nach Abschluss des Ausbaus und bei vollem Betrieb werden voraussichtlich rund 200 neue Arbeitsplätze entstehen. Parallel investiert Roncadin in die bestehende Infrastruktur, um die Lagerkapazität zu erhöhen und hohe Standards bei Effizienz, Produktivität und Qualität aufrechtzuerhalten.

Eine zweite Produktionslinie in den USA

In den USA treibt Roncadin die Investition von 22 Millionen Euro in eine zweite Produktionslinie voran, die vollständig in das Ende 2024 eröffnete Werk in Chicago integriert wird. Ziel ist die Inbetriebnahme bis September 2027, damit die Linie ab 2028 voll verfügbar ist und die gesamte Produktionskapazität 50 Millionen Pizzen pro Jahr erreicht. Damit kann die Gruppe ihr Geschäft weiter ausbauen und die wachsende Nachfrage auf dem nordamerikanischen Markt bedienen, der zu einer strategischen Säule der Gruppe geworden ist.

RoncaLab investiert in den Provinzen Verona und Venedig 

RoncaLab, die auf Premium- und Gourmetprodukte spezialisierte Gesellschaft der Gruppe, setzt ihren Wachstumskurs fort. Am Standort Sommacampagna (Provinz Verona) sind weitere Investitionen vorgesehen, um das Angebot auszubauen und insbesondere das Segment der tiefgekühlten, belegten Pinsa weiterzuentwickeln. Auf dieses Segment will die Gruppe setzen, um ihr Wachstum zu unterstützen. In Caorle (Provinz Venedig), wo RoncaLab 2026 ein zuvor auf die Herstellung von Pizzaböden ausgerichtetes Werk übernommen hat, wurde eine Investition von 5 Millionen Euro eingeleitet, um ein eigenständiges Snacksortiment zu entwickeln. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Herstellung von Pizzette und Teigkugeln in neuen Größen und Formaten, die auf die Anforderungen des Einzelhandels und des Foodservice zugeschnitten sind. Unter anderem wurde eine neue Produktionslinie für Minipizzen in Größen von 7 bis 12 Zentimetern installiert.

 

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