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50% weniger Milch

Greenpeace hat soeben eine Studie mit dem Titel „Das Potenzial einer grünlandbasierten Milchproduktion in Deutschland“ veröffentlicht. Erstellt wurde die Betrachtung vom schweizerischen FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau).

Die Autoren stellen fest, dass ohne den Einsatz, Import und intensiven Anbau von Kraftfuttermitteln die Leistungen der heutigen Milchproduktion kaum denkbar wären. Die Nutzung natürlicher und lokaler Ressourcen wie Wiesen und Weiden stelle einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen und ressourceneffizienten Milcherzeugung dar.

Um zu berechnen, wie viele Tiere grünlandbasiert gehalten werden könnten und wieviel Milch und Fleisch damit produziert werden könnte, wurde ausgehend von der verfügbaren Futtermittelgrundlage in drei Szenarien bestimmt, mit welcher Herdenstruktur welche Milch- und Fleischerträge im Vergleich zur heutigen Situation möglich wären.

Im ersten Szenario würde das gesamte Grünland in Deutschland für die Milchproduktion genutzt. Im zweiten Szenario würden 90 Prozent des Energiebedarfs von Grünlandflächen gedeckt, während die verbleibenden zehn Prozent aus Nebenprodukten der Lebensmittelherstellung (z.B. Kleie, Biertreber, Melasse) stammen. Im dritten Szenario folgt die Milchproduktion dem angeblich bereits in der Schweiz implementierten System der „Graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion“. Die Futterration bestünde dann aus 85 Prozent grünlandbasiertem Futter, zehn Prozent Kraftfutter und fünf Prozent Silomais.

Die jährliche durchschnittliche Milchleistung je Kuh wird mit 5.000 Kilogramm deutlich geringer angesetzt als heute (8.400 Kilogramm). insgesamt sinkt die Gesamtproduktion an Milch, die nach Abzug der an die Kälber verfütterten Menge zur Verfügung steht, auf knapp die Hälfte. Die Gesamtproduktion an Fleisch sinkt ebenfalls auf etwa die Hälfte.

 

Foto: Arla

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