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Verpackung
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45 Jahre FKN

Mit einer Jubiläumsveranstaltung in Berlin hat der Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN) am 2. Juli sein 45-jähriges Bestehen gefeiert. Gemeinsam mit Partnern, Wegbegleitern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft blickte der Verband mit seinen Mitgliedsunternehmen Tetra Pak, SIG Group und Elopak, auf seine Entwicklung zurück und diskutierte aktuelle Herausforderungen und Perspektiven.

Die Keynote hielt Antje von Broock, Abteilungsleiterin für Kreislaufwirtschaft, Immissionsschutz und Chemikaliensicherheit im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. „Die Kreislaufwirtschaft kann einen wichtigen Beitrag leisten, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Wenn die FKN-Mitglieder ihren Trend konsequent fortsetzen und den Materialverbrauch einerseits vermindern und andererseits die genutzten Ressourcen möglichst vollständig wiederverwerten, tragen sie nicht nur zum Klimaschutz, sondern auch zur Resilienz unserer Gesellschaft bei“, sagt Antje von Broock.

„45 Jahre FKN sind weit mehr als eine Verbandsgeschichte. Sie zeigen, wie sich eine Verpackung über Jahrzehnte weiterentwickelt und eine Branche Verantwortung übernommen hat. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Und im Dialog mit Politik und Gesellschaft“, betont FKN-Geschäftsführer Martin Schröder.

Die Geschichte des Verbandes ist eng mit den zentralen Entwicklungen der Verpackungs- und Recyclingwirtschaft verbunden. Bereits Anfang der 1990er Jahre übernahm die Branche mit der Gründung der ReCarton Verantwortung für die Sammlung und Verwertung von Getränkekartons und setzte damit früh wichtige Grundsätze der erweiterten Herstellerverantwortung um. Mit der Inbetriebnahme der Recyclinganlage Palurec im Jahr 2021 gelang ein weiterer Meilenstein für die Verwertung aller Bestandteile des Getränkekartons und die Rückführung wertvoller Recyclingrohstoffe in Papier- und Kunststoffindustrie.

Seit Jahrzehnten ist der Getränkekarton eine etablierte Verpackungslösung für Getränke und Lebensmittel. Seine Entwicklung ist geprägt von kontinuierlichen Innovationen: Der Materialeinsatz wurde über Jahrzehnte optimiert, so dass heute aus der gleichen Menge Holz rund 80 Prozent mehr Getränkekartons hergestellt werden können als in den 1980er-Jahren. Zudem wurde der Anteil nachwachsender Rohstoffe auch im Kunststoffanteil erhöht und die Recyclingfähigkeit stetig verbessert. Dies zeigt sich auch in den Ökobilanzen, die die Branche seit mehr als 30 Jahren kontinuierlich erstellt. Gleichzeitig investieren die Hersteller weiterhin in neue Technologien und nachhaltige Lösungen.

Auch künftig stehen die Themen Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und Klimaschutz im Mittelpunkt der Verbandsarbeit. Mit den neuen Vorgaben der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) gewinnt die Weiterentwicklung leistungsfähiger Sammel-, Sortier- und Recyclingstrukturen weiter an Bedeutung. Die getrennte Sammlung von Getränkekartons ist eine wichtige Voraussetzung für ein hochwertiges Recycling. Nur so können die enthaltenen Materialien im Kreislauf gehalten und für neue Produkte genutzt werden.

„Die Erfolgsgeschichte des Getränkekartons ist kein Zufall“, untermauert Stephan Karl, FKN-Vorstandsvorsitzender. „Sie basiert darauf, dass wir früh Verantwortung übernommen und konsequent in Recycling und Kreislaufwirtschaft investiert haben. Das gibt uns eine solide Grundlage und die nötige Sicherheit für die künftige Weiterentwicklung unserer Verpackungslösungen.“

Mit seinem Jubiläum verbindet der FKN daher nicht nur einen Rückblick auf Erreichtes, sondern vor allem den Anspruch, die Zukunft ökologisch vorteilhafter Verpackungslösungen weiterhin konstruktiv und faktenbasiert mitzugestalten.

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