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DLG-Kolloquium 2026

Datum + Uhrzeit
Dezember 8 @ 09:30 - 16:30
Eintrittspreis
Veranstaltungsort
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Das DLG-Kolloquium 2026 am Dienstag, 8. Dezember, in Berlin prüft, wie belastbar die Agrar- und Ernährungswirtschaft gegenüber Cyberattacken, Sabotage und anderen Angriffen auf die kritische Infrastruktur ist. Fünf Expertinnen und Experten aus Verteidigung, Krisenberatung, Lebensmittelhandel, Agribusiness sowie ein Wirtschaftsvertreter aus der Landwirtschaft in der Ukraine präsentieren dazu Lagebilder, Analysen und Erfahrungsberichte. Ziel ist, konkrete Handlungsansätze für Praktiker aus der Landwirtschaft, Teilnehmende aus Agribusiness, Ernährungsindustrie, Lebensmitteleinzelhandel Behörden und Institutionen zu identifizieren und so zur Stärkung der Resilienz des Agrar- und Ernährungssystems beizutragen.

Gleich zu Beginn des Kolloquiums ordnet der Vortrag der Bundeswehr (Landeskommando Berlin) „Hybride Angriffe, Sabotage, Desinformation: Wie ist die Bedrohungslage Deutschlands zu beurteilen?“ die aktuelle Gefährdung kritischer Infrastruktur ein. Dabei werden auch die Aufgaben der Akteure der Land- und Lebensmittelwirtschaft im Ernstfall thematisiert. Der Vortrag wird auf den Operationsplan Deutschland eingehen, der die militärischen Anteile der Landes- und Bündnisverteidigung mit zivilen Unterstützungsleistungen zusammenführt.

Wie Unternehmen selbst krisenfester werden können, zeigt anschließend Lena Meinders, Geschäftsführerin der AFC Risk & Crisis Consult. Unter dem Titel „Krisenfähigkeit der Agrar- und Ernährungswirtschaft stärken: Risiken erkennen, Resilienz aufbauen“ erläutert sie, wie Risiken frühzeitig erkannt und Resilienz im eigenen Betrieb aufgebaut werden kann. Im Fokus stehen die Vorbereitung von Lebensmittelherstellern auf Krisenvorfälle und der Umgang mit Störungen.

Welche Rolle der Lebensmitteleinzelhandel bei der Versorgung der Bevölkerung im Krisenfall spielt, erklärt Axel Haentjes, Syndikusrechtsanwalt beim Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH). Sein Vortrag „Von der Lieferkette bis ins Regal: Krisenvorsorge im Lebensmitteleinzelhandel“ zeigt, was der Handel zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung braucht, welche Anforderungen er an Lebensmittelhersteller stellt und welche Wirkung rechtliche Vorgaben in dem Kontext entfalten. Dazu gehört die KRITIS-Verordnung, die festlegt, welche Betreiber als kritische Infrastruktur gelten und welche Schutzpflichten diese im Einzelfall erfüllen müssen. Auch der Einsatz von KI zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit ist dabei Thema.

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