Als erstes Lebensmittel im deutschsprachigen Raum erhielt Heumilch 2016 das EU-Gütesiegel „garantiert traditionelle Spezialität“. Drei Jahre später folgten auch Schaf- und Ziegen-Heumilch. Damit wurde die ursprünglichste Form der Milcherzeugung in ganz Europa geschützt. Doch was unterscheidet Heumilch von anderen Milchsorten? Und warum ist dieser Schutz so wichtig?
Traditionelle Fütterung im Lauf der Jahreszeiten
Seit Jahrhunderten erfolgt die Fütterung der Heumilchkühe angepasst an den Lauf der Jahreszeiten. Im Sommer bekommen sie frische Gräser und Kräuter auf den Wiesen, Weiden und Almen. Im Winter werden die Tiere mit Heu gefüttert. Ergänzend erhalten sie hochwertigen Getreideschrot. Vergorene Futtermittel wie Silage sind streng verboten.
Diese natürliche Form der Fütterung ist nur bei Heumilch garantiert und unterscheidet sich von allen anderen Milchsorten. Sie ist entscheidend für die Qualität der Milch und macht Heumilch zum idealen Rohstoff für die Herstellung hochwertiger Käsespezialitäten. Die artgemäße Fütterung bringt zudem noch weitere Vorteile mit sich.
Geprüfte Qualität gibt Sicherheit beim Einkauf
Das Gütesiegel „garantiert traditionelle Spezialität“ schützt die traditionelle Herstellungsweise von Heumilch. Dafür gelten festgelegte Vorgaben, deren Einhaltung unabhängig kontrolliert werden. Sowohl die landwirtschaftlichen Betriebe als auch die verarbeitenden Unternehmen werden überprüft.
Der europäische Schutz trägt dazu bei, die traditionelle Heuwirtschaft zu bewahren und ihre besonderen Produktionsregeln langfristig zu sichern. Gleichzeitig schafft das Gütesiegel Transparenz und gibt Konsumentinnen und Konsumenten Orientierung beim Einkauf: Sie können darauf vertrauen, dass Heumilch und Heumilch-Produkte nach den festgelegten Richtlinien erzeugt und verarbeitet wurde.
So steht das EU-Gütesiegel seit zehn Jahren für eine klare Botschaft: Wo Heumilch draufsteht, muss auch Heumilch drin sein.