Der Vorstandsvorsitzende der Schwälbchen-Molkerei, Günter Berz-List, spricht von Verwerfungen auf dem Milchmarkt, die in den letzten 14 Monaten in eine ungeplante Milchflut mündeten und der die Verarbeitungskapazität in Bad Schwalbach nicht gewachsen war.
Berz-List verweist auf Milchpreise in Höhe von 50 Cent, die die Bauern veranlassten, auch jene Kühe weiter zu melken, die wegen rückläufiger Milchleistung für das Schlachthaus vorgesehen waren. Einen Sondereffekt gab es bei Schwälbchen zudem im Frühjahr 2025 als etliche Bauern aus dem Westerwald zum Erzeugerkreis der Molkerei kamen und die Jahres-Rohstoffmenge auf 108 Mio. kg steigen ließen. Im ersten Halbjahr 2026 legte die Milchmenge um 13,8 Prozent auf 60 Millionen Kilogramm zu.
Schwälbchen erhielt damit mehr Milch, als im Markt untergebracht werden konnte. Für Berz-List ist absehbar, dass die Molkerei den Verlust von bislang 2,3 Millionen Euro noch verringern, aber nicht ganz abwenden kann.
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- Roland Sossna
Quelle: Frankfurter Allgemeine