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Quelle: Emmi

Engagement geht weiter

 

Vier Jahre nach dem Start des Ressourcenprojekts «KlimaStaR Milch» zeigen sich Fortschritte, so Emmi. Die teilnehmenden Milchbetriebe verringerten ihre Kraftfutterintensität und setzten vermehrt auf Nebenprodukte aus der Lebensmittelherstellung. Futtermittel, die in direkter Konkurrenz zur menschlichen Ernährung stehen, kommen weniger zum Einsatz. Dadurch werden Ressourcen effizienter genutzt und gleichzeitig die Umweltbelastung gesenkt. Eine Ausweitung auf die gesamte Schweizer Milchbranche kann nun angestrebt werden.
KlimaStaR Milch ist eine branchenübergreifende Initiative, die von Emmi, Nestlé, aaremilch, ZMP und AgroCleanTech mit Unterstützung des Bundesamtes für Landwirtschaft im Jahr 2022 gestartet wurde. Das Projekt zur Förderung von Klimaschutz, Standortangepasstheit und Ressourceneffizienz in der Milchproduktion verfolgt das Ziel, die Treibhausgasemissionen sowie die Nahrungsmittel- und Flächenkonkurrenz bis 2027 um jeweils 20 % zu senken. Ende 2025 nahmen 219 Milchbetriebe mit einer jährlichen Produktion von rund 73 Millionen Kilogramm Milch teil.

Positive Entwicklung setzt sich fort

Die Ergebnisse des vierten Projektjahres bestätigen den eingeschlagenen Weg. Die Betriebe setzen vermehrt auf Futtermittel, die nicht in Konkurrenz zur menschlichen Ernährung stehen. Seit Projektbeginn wurde die Nahrungsmittelkonkurrenz um rund 23 % gesenkt. Damit ist das ursprünglich gesetzte Ziel von 20 % bereits übertroffen. Auch die Flächenkonkurrenz ging weiter zurück und liegt mittlerweile 15 % unter dem Ausgangswert, diese Entwicklung zeigt klar in die richtige Richtung. Die Betriebe produzieren heute mehr Milch und tierisches Protein auf derselben oder einer nur geringfügig größeren Fläche. Besonders ausgeprägt sind die Fortschritte bei den Betrieben in der Talzone.

Die Treibhausgasemissionen pro Kilogramm Milch konnten seit dem Projektstart relativ um rund 8 % reduziert werden. Weitere Reduktionen sind für die Betriebe jedoch anspruchsvoll, da sie unter anderem mit hohen Investitionen und langen Planungshorizonten verbunden sind. Zudem lagen die Ausgangswerte der Treibhausgasemissionen in der Schweiz tiefer als ursprünglich angenommen und sind auch niedriger als im internationalen Vergleich, wodurch zusätzliche Fortschritte schwieriger zu erzielen sind.

Durch die Anpassungen ihrer Milchproduktionssysteme konnten die Betriebe 2025 die Emissionen pro Kilogramm Milch um 66 Gramm COâ‚‚-Äquivalente reduzieren. Da die Betriebe seit Projektbeginn insgesamt mehr Milch produzierten, nahmen die absoluten Emissionen leicht zu. Dank der effizienteren Produktionssysteme lagen die Emissionen jedoch tiefer, als sie ohne die umgesetzten Maßnahmen gewesen wären. Hochgerechnet auf die 73 Millionen Kilogramm produzierte Milch entspricht dies einer Einsparung von knapp 5’000 Tonnen COâ‚‚-Äquivalenten gegenüber dem ursprünglichen Produktionssystem.

In den verbleibenden zwei Projektjahren sollen die Betriebe durch gezielte Beratung und individuelle Begleitung dabei unterstützt werden, weiteres Reduktionspotenzial zu nutzen. Dazu teilen diejenigen Betriebe, denen es bereits gelungen ist, ihre Treibhausgasemissionen deutlich zu senken und gleichzeitig die Nahrungsmittel- und Flächenkonkurrenz zu reduzieren, ihre Erfahrungen mit den anderen Teilnehmern.

Milchbranche bereitet schweizweite Anwendung vor

Die positiven Ergebnisse des Projekts KlimaStaR Milch bestärken die Branche darin, ihr Engagement für Klimaschutz, Standortangepasstheit und Ressourceneffizienz in der Milchproduktion weiter auszubauen. Auf Basis der Projekterkenntnisse hat die Branchenorganisation Milch (BOM) einen Klimarechner entwickelt, der seit Juli 2026 allen Milchproduzenten der Schweiz zur Verfügung steht. Damit können Betriebe ihre Treibhausgasemissionen und die Nahrungsmittelkonkurrenz ihrer Milchproduktion berechnen und Optimierungsmaßnahmen bestimmen.

 

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