Mit der Empowering-Consumers-Richtlinie gelten strengere Regeln für Umweltaussagen im Handel. Bioland begrüßt die Vorgaben gegen nicht belegbare Umweltwerbung und fordert zugleich, Bio auf EU-Ebene eindeutig als anerkannte Umweltleistung rechtlich abzusichern.
Nach Angaben des Verbands legt die EU-Bio-Verordnung verbindliche Standards für Biodiversität, Gewässer- und Bodenschutz sowie Tierwohl fest. Ihre Einhaltung werde jährlich staatlich kontrolliert. Deutschland, Österreich und Frankreich hätten Bio auf dieser Grundlage bereits als hervorragende Umweltleistung im Sinne der Verordnung eingestuft. Eine entsprechende Klarstellung auf EU-Ebene stehe noch aus.
Bioland fordert EU-weite Rechtssicherheit
Larissa Zacke, Referentin Politik und Recht bei Bioland, erklärt: „Die EmpCo bringt mehr Transparenz in den Einkauf – und Bio steht genau für diese Transparenz. Wer Bio kauft, entscheidet sich nicht für ein grünes Werbeversprechen, sondern für verbindliche Standards, staatliche Kontrolle und nachgewiesene Umweltleistungen.“
Mit einer eindeutigen europäischen Regelung verbindet Bioland die Forderung nach mehr Rechtssicherheit für die Bio-Branche. Die Umweltleistungen ökologischer Erzeugung sollen nach Auffassung des Verbands sichtbar und verständlich kommuniziert werden dürfen.
Bioland vertritt nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Betriebe aus Erzeugung, Herstellung und Handel in Deutschland und Südtirol, die nach den Richtlinien des Verbands wirtschaften.
Weitere Informationen unter: www.bioland.de