Mopro könnten bald teurer werden. „Erhebliche Preissteigerungen für Milchprodukte“ seien „dringend notwendig“, teilte der Milchindustrie-Verband (MIV) mit. Erste Gespräche zu den anstehenden Kontraktverhandlungen über die Weiße Linie laufen bereits.
Der Milchpreis liegt derzeit rund ein Viertel niedriger als im Vorjahreszeitraum und hat damit ein Fünfjahrestief erreicht, so der MIV. Aus Sicht des Verbands sprechen mehrere Faktoren für steigende Preise: Der Absatz von Milch und Milchprodukten läuft sowohl in Deutschland als auch international gut. Zudem hat die sommerliche Dürrephase in Deutschland und Europa die Milchanlieferung regional stark einbrechen lassen.
Auch der Proteinboom spielt eine Rolle, so Kerstin Keunecke von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI). Molkenproteinkonzentrate sind derzeit stark gefragt.
„Der Deutsche Bauernverband fordert, dass sich abzeichnende Markterholungen bei Milch zeitnah an die Erzeuger weitergegeben werden, da Dünger-, Energie- und Treibstoffkosten die Betriebe weiter erheblich belasten“, sagte der Vizepräsident des Bauernverbandes und Milchpräsident Karsten Schmal.
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