Die neuseeländische Molkereigenossenschaft Fonterra hat für das Geschäftsjahr 2025/2026 außergewöhnlich gute Ergebnisse vorgelegt. Der Umsatz stieg auf 27 Mrd. NZ$, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Insgesamt wurden 19,6 Mrd. NZ$ an die Anteilseigner und Unit Holder ausgeschüttet – ein erheblicher Anstieg gegenüber den 16,2 Mrd. NZ$ im Vorjahr.
Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich um 142 % auf 2,6 Mrd. NZ$. Der operative Gewinn erreichte 3,4 Mrd. NZ$, was einem Plus von 98 % entspricht. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war der Verkauf der Marke Mainland, der einen einmaligen Vorteil von 1,2 Mrd. NZ$ brachte. Bereinigt um diesen Effekt lag der operative Gewinn bei 1,8 Mrd. NZ$, was einem soliden Wachstum von 24 % entspricht.
Die Earnings per Share stiegen auf 71 Cent, ein Plus von 17 Cent gegenüber dem Vorjahr. Die Kapitalrendite verbesserte sich auf 14,2 %, womit Fonterra klar über dem eigenen Zielkorridor von 10–12 % liegt. Die ausgeschüttete Jahresdividende beträgt 73 Cent je Anteil, bestehend aus einer regulären Zwischen- und Schlussdividende sowie einer Sonderdividende aus dem Mainland-Verkauf.
Die Geschäftssparte Ingredients erwirtschaftete einen operativen Gewinn von 1,3 Mrd. NZ$, während der Bereich Foodservice 547 Mio. NZ$ beisteuerte. Der ehemalige CEO Miles Hurrell erhielt im Berichtsjahr insgesamt 8,2 Mio. NZ$ Vergütung, darunter 1,9 Mio. NZ$ Grundgehalt und 5,98 Mio. NZ$ an leistungsabhängigen Zahlungen.
Der Milchpreis für die Saison 2025/26 lag bei 9,69 NZ$/kg TS, der Preis für Bio-Milch bei 14,13 NZ$/kg TS. Für 2026/27 prognostiziert Fonterra einen Auszahlungspreis von 9,50 NZ$/kg TS (Bandbreite 8,50–10,50) sowie 65–85 Cent Gewinn je Anteil.
Zudem kündigte CEO Richard Allen Investitionen von 1 Mrd. NZ$ in den kommenden drei Jahren an, um die Proteinproduktion auf der Südinsel auszubauen und die Umweltleistung zu verbessern. Insgesamt sollen die jährlichen Investitionen künftig 1,3–1,6 Mrd. NZ$ erreichen.